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Dieser Artikel wurde am 19. Mai 2010 um 01:36 Uhr in der Rubrik Kultur veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

PUTBUS-FESTSPIELE 2010

Mit „Psycho“ gestartet / „Musik – wie spannend“

Putbus (ur). Eigentlich hätte schon die Eröffnung der PUTBUS-FESTSPIELE mit „Psycho – Ein Thriller mit Musik“ ein ganz besonderes Highlight dieser Festspiele sein können. Doch bei dieser Lesung mit Konzert gab es den Kunstgenuss immer erst, wenn die Zeit der Worte auf der Bühne vorüber war und die Musik einsetzte. Fein- und hintersinnige Töne, aber auch eine emotionsgeladene und geheimnisvolle Krimistimmung wurden vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder in einer beeindruckenden Weise zu Gehör gebracht. Damit war jene Spitzenklasse musikalischer Meisterschaft in Putbus zu erleben, die in bester Weise den Erwartungshaltungen an das Festival entsprach.

Der berühmte Jaecki Schwarz lebte indes seine Bühnenrolle als Vorleser des Romans von Robert Bloch nicht aus und entsprach nicht den Erwartungen, die mit seinem Namen verbunden sind. Offensichtlich hatte er einen schlechten Abend erwischt, denn es ist kaum zu glauben, dass aus seiner glanzvollen Zeit als Schauspieler jenes Ableser-Dasein geworden ist, das er in Putbus präsentierte. „Ein netter Abend“, sagte dazu eine Besucherin nach der Vorstellung. Doch wer kam, um den Jaecki Schwarz zu erleben, der mit „Ich war 19“ berühmt wurde und mit dessen Namen sich u.a. Theaterabende im Berliner Ensemble sowie viele Teile vom „Polizeiruf 110“ verbinden, der erwartete von ihm mehr als ein nettes Ableser-Dasein. Jetzt schweift der Blick indes in freudiger Erwartung nach vorne, denn das Theater Putbus und sein Förderverein haben ein wunderbares Programm für Sie organisiert.

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