Publikumsliebling Wolfgang Lippert
„Lippi“ moderiert als Balladensänger Abellin durch das Abenteuer

Wolfgang Lippert erzählt in seinen Balladen vom Fortgang der Geschehnisse im Kampf der Piraten. Foto: Pfaffe
Von Andreas Pfaffe
Seit 2000 zählt er zum Ensemble der Störtebeker Festspiele - der Sänger und Moderator Wolfgang Lippert, besser noch als „Lippi“ bekannt. Lippi erinnert sich noch genau, wie er zu den Festspielen kam. Eines Abends rief Peter Hick bei ihm an und fragte: „Hast Du Lust, bei uns zu singen?“ „Ich wusste nicht recht, wie ich mich entscheiden sollte, sagt Lippi. „Was sollte ich auf einer Insel und noch dazu auf einer Freilichtbühne?“ Denn eigentlich ist er eher ein Fernsehmensch als Sänger und Moderator („Ein Kessel Buntes“, „Glück muss man haben“, „Wetten dass....“). Und er ist auch unter die Ratefüchse gegangen. In seiner Sendung „Wo ist Lippi?“ wurde er durchs Land gefahren und musste mit meist verbundenen Augen raten, in welcher Stadt er sich gerade befindet. „Ab September werden wir diesbezüglich über neue Formate nachdenken“, sieht er in die Zeit nach den Störtebeker Festspielen voraus.
Doch bis dahin ringt er den Zuschauern auf der Naturbühne in Ralswiek allabendlich lang anhaltenden Applaus ab, wenn er als Balladensänger Abellin den Zuschauern des Stückes „Der Seewolf“ singend erzählt, was sie in der Handlung erwartet. Komponiert hat die Lieder, die sich in diesem Jahr durch besondere Frische auszeichnen, Rainer Oleak und die Texte stammen aus der Feder des Intendanten Peter Hick persönlich. „Die Lieder passen in diesem Jahr ganz besonders und ich habe das Gefühl, dass die Festspiele in jedem Jahr noch perfekter werden“, gesteht der Mann, den man auch als singenden Botschafter für die Störtebeker Festspiele und die Insel Rügen bezeichnen könnte. Im vergangenen Jahr wurde die CD „THE BEST OF“ mit den schönsten Titeln der Festspiele aufgelegt, die auch weiter über seine Website www.wolfgang-lippert.de erhältlich ist. Erst am vergangenen Sonntag war Wolfgang Lippert mit seinem neuen Sommerhit „Regine“ und einem interessanten Störtebeker Interview zu Gast in Uta Bresans Musiksendung „Musik für Sie“. Schon 1983 wollte Musikproduzent Jack White seinen Hit „Erna kommt“ mit ihm produzieren. Doch das wurde wegen politischen Hindernissen nichts. Im Mai diesen Jahres hat er nun per Handschlag einen Plattenvertrag erhalten und die CD mit 13 neuen Songs, Musik Andreas Martin, wird im September erscheinen. Einer davon, die Auskopplung „Regine“, avanciert gerade zum Sommerhit 2008. „Ein Lied sagt mehr als 1.000 Worte“, zitiert Lippi einen klugen Satz. Denn Musik kann positiv und motivierend auf die Zuhörer wirken. Und eben das bezweckt Lippi mit dem, was er tut. Ob bei den Störtebeker Festspielen oder den derzeit zahlreichen Fernsehauftritten.
In der vergangenen Woche hatte er sich allerdings einer anderen Frau gewidmet. Da war seine Mutter Anneliese aus Berlin auf der Insel zu Gast, um wie in jedem Jahr Festspiel- und frische Inselluft zu schnuppern.
Nach der abendlichen Vorstellung zieht es Lippi meist in das „RIFF“ (www.riff-ruegen.de), Restaurant und Bar von Ehefrau Gesine, direkte am Ralswieker Yachtafen, nur wenige Gehminuten von der Bühne entfernt. Hier gibt es nicht nur hausgemachten Kuchen und Eisspezialitäten, Pasta und Steaks oder Salate und Fisch, sondern auch Frühstück bis 16 Uhr. Und natürlich auch anregende Getränke und angeregte Gespräche. Geöffnet ist täglich von 10 bis 24 Uhr.
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