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Dieser Artikel wurde am 02. Dezember 2009 um 01:45 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Protestbewegung BLACKFLAG

Handlungsbedarf, um Traditionsschifffahrt in Deutschland und darüber hinaus in Europa zu behalten

Von Wolfgang Urban

Hamburg/Rügen. Mit der unter diesem Artikel im Wortlaut veröffentlichten Erklärung macht die GSHW (Gemeinsame Kommission für Historische Wasserfahrzeuge) darauf aufmerksam, dass „der erklärten Auffassung der Bundesregierung, den Bestand von Traditionsschiffen als Zeugen der maritimen Vergangenheit zu bewahren und die Erfüllung ihrer sozialen und kulturellen Aufgaben zu fördern, entgegen gearbeitet“ werde. Durch willkürliche, nicht nachvollziehbare formale Begründungen werde der Bestand dieser Schiffe einschneidend zurück gehen. Auch große Ereignisse, wie die Kieler Woche, die Hanse Sail in Rostock ... oder die Sail Bremerhaven werden einen großen Teil der bisherigen Flotte verlieren.“ Auf ihre Probleme machten Traditionsschiffe in diesem Jahr u.a. auch bei der Hanse Sail Rostock aufmerksam.

Als Symbol dafür, dass man angesichts der entstandenen Lage nicht weiß, wie es weiter gehen soll, war an Traditionsschiffen eine schwarze Flagge mit einem Fragezeichen zu sehen, so wie es an dem Schiff auf dem Foto nebenan der Fall war. Damit verbunden ist der Aktionsname „BLACKFLAG“ und mit www.blackflag.eu entstand auch eine diesbezügliche Informationsseite im Internet. Hier heißt es zu den Problemen der Tradtionsschifffahrt u.a.: „Zunehmende Uneinigkeit der europäischen Staaten über die gegenseitige Anerkennung der nationalen Vorschriften münden in nationale Alleingänge... Traditionsschifffahrt nur vor der eigenen Haustür widerspricht aber den Konzepten unserer Traditionsschiffe und bedeutet ein Ende des maritimen Austauschs, ein Ende des Besuchs maritimer Veranstaltungen in anderen Ländern... Wir brauchen eine verlässliche, europäische Rechtsgrundlage für den Betrieb unserer Schiffe."