Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 29. März 2006 um 03:41 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Promis nach Rügen locken

Tourismusbeauftragter der Bundesregierung informierte sich

Ostseebad Binz (gü). Mit einer gezielten Kampagne will der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinksen (CSU), Prominente nach Rügen locken! Das sagte der Bundestagsabgeordnete nach einem Arbeitsbesuch in der letzten Woche auf der Insel Rügen. Gemeinsam mit Jürgen Seidel (CDU), Vorsitzender des Landestourismusverbandes M-V, informierte er sich über die aktuelle Lage des Rügener Tourismus nach den Vorfällen im Zusammenhang mit H5N1 von Anfang Februar.

Das Problem ist erkannt, sagte Hinksen nach Besuchen mehrerer touristischer Unternehmen. Wir sind hier, weil wir Wünsche der betroffenen Branche aufnehmen möchten. Wir wollen unsere Eindrücke unter anderem auch dafür verwenden, um Einfluss auf auf die Deutsche Zentrale für Tourismus zu nehmen, so der Politiker weiter. Er verspricht sich in diesem Zusammenhang eine bessere und vor allem umfangreichere Darstellung der Feriendestination Rügen im In- und Ausland.

Auf seinen Plan mit den Promis angesprochen, äußerte sich Hinksen vorsichtig optimistisch, dass diese durch ihren Aufenthalt auf Rügen kostenlos Werbung für die Insel machen könnten. Ihm schweben bereits einige Namen vor, die er allerdings in der letzten Woche nicht nennen wollte. Jedoch sollen Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft angesprochen werden. Weitere Hilfe will Hinksen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einwerben. Hierbei soll versucht werden, Überbrückungsdarlehen für den Fall der Fälle auf jedes betroffene Unternehmen abzustimmen. Das größte Problem sei derzeit, dass aufgrund fehlender Buchungen die Liquidität der Unternehmen in Gefahr gerate.

Jürgen Seidel dankte für die Bereitschaft des Bundes, ihre Möglichkeiten zur Unterstützung zu aktivieren. Bereits auf der ITB in Berlin habe es ein erstes Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) gegeben, so Seidel. Gleichzeitig verwies Seidel auch auf die avisierte Hilfe des Landes M-V in Höhe von einer Million Euro für das ganze Land. Landeswirtschaftsstaatssekretär Sebastian Schröder bestätigte die Summe. Wieviel von dem Budget für Rügen dabei vorgesehen ist, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Laut einer Untersuchung der DTZ werden rund 70 Prozent der Deutschen an ihrem Reiseziel innerhalb Deutschland und hier speziell in Mecklenburg-Vorpommern festhalten. Rund 20 Prozent warten ersteinmal die weitere Entwicklung ab. Knapp vier Prozent haben ihre Reisepläne korrigiert und weitere vier Prozent werden gar nicht in den Urlaub in diesem Jahr fahren.

Wie der RÜGANER ANZEIGER erfahren konnte, wird CDU-Fraktionschef im Bundestag Volker Kauder mit seiner Ehefrau einen Urlaub auf der Insel Rügen verleben. Ursprünglich wollte der Politiker ins Ausland fahren.