Ostseeperle-Neustart zum Saisonbeginn 2007
Zunächst soll der gastronomische Teil des Ostseeperle-Projektes verwirklicht werden

Die Ostseeperle liegt nicht nur an der Promenade in exponierter Lage. Dieses Foto vom vergangenen Sonntag zeigt, dass das Bild der Ostseeperle auch die Sicht vom Kurplatz prägt, dieser Anblick wird sich verbessern. Foto: Urban
Von Wolfgang Urban
Glowe. Der Hyparschalenbau auf den Fotos ist das Denkmal Nr. 255 in der Denkmalliste des Landkreises Rügen und hat hier die Bezeichnung Strandrestaurant Ostseeperle. Mit der Perle verbinden sich für viele Rüganer, aber auch ältere Inselgäste Erinnerungen an angenehme Zeiten, in denen sie hier feierten oder einfach Kaffee tranken und dabei durch die Glasfassade in Richtung Ostsee schauten. Doch das ist lange her, denn nach der politischen Wende von 1989/90 verfiel das Gebäude immer mehr. Wenn es nach dem Staatlichen Amt für Umwelt und Natur gegangen wäre, dann würde sich hier heute sogar ein Deich befinden. Doch eine Bürgerbewegung konnte dies verhindern und alternative Küstenschutzmaßnahmen folgten. Heute führt eine Strandpromenade an der Perle vorbei bis zum Kurplatz. Für sie präsentierte die Ostseeperle GmbH & Co. KG 2004 in Anwesenheit des Wirtschaftsministers von M-V, Dr. Otto Ebnet (SPD), ein Projekt, das allgemeine Zustimmung fand. Es sah die gastronomische Wiederbelebung des Hyparschalenbaus und seitlich von ihm ein Aparthotel vor.
Damals wurde in Aussicht gestellt, dass alles zur Saison 2006 fertig ist. Doch manchmal entwickelt sich das Leben komplizierter als gedacht. Jetzt wird das Projekt abschnittsweise verwirklicht, sagt der Geschäftsführer der Ostseeperle GmbH & Co. KG, Arne Knaak. Zunächst soll der gastronomische Teil vollendet werden. Unten in der Ostseeperle soll dabei ein Restaurant entstehen und darüber ein Tages-Cafe, das sich abends in eine gemütliche Bar für jedermann verwandeln soll. Noch steht nicht fest, wann die Bauarbeiten genau beendet sein werden. Arne Knaak hofft, dass es schon zu Silvester zumindest eine private Feier in der Ostseeperle geben wird. Auf jeden Fall soll die gastronomische Einrichtung zum Saisonstart 2007 eröffnen. Dankbar wäre Arne Knaak, wenn ihm noch alte Fotos von der Ostseeperle als Gebäude und auch von Feiern in ihr zwecks Reproduktion zur Verfügung gestellt werden könnten. Sie sollen dann im Gebäude Verwendung finden und Besucher mit der Vergangenheit der Perle vertraut machen. Wer helfen kann, wende sich bitte an: Arne Knaak, Architekturbüro, Dreishofstraße 8 in 59425 Unna, Tel. (0 23 03) 4 15 16.
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