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Dieser Artikel wurde am 27. Oktober 2010 um 12:49 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Ort will Seebad werden

Gemeindevertretung beschließt Prüfung der Kriterien

Altefähr (gü). Der Ort am Sund will staatlich anerkanntes Seebad werden! Darüber verständigten sich die Mitglieder der Gemeindevertretung während ihrer Sitzung am Montag dieser Woche in der Debatte. Die politischen Verantwortungsträger haben sich dafür ausgesprochen, den Antrag auf Anerkennung als Seebad im Schweriner Sozialministerium zu stellen. Doch zuvor sollen die einzelnen Kriterien geprüft werden, die für eine erfolgreiche Anerkennung notwendig sind. Immerhin ist der Titel Seebad mit zahlreichen infrastrukturellen Voraussetzungen verbunden. Sollte die Prüfung der Kriterien ergeben, dass die Kosten für die Gemeinde zu hoch werden, soll zumindest eine Anerkennung als staatlich anerkannter Erholungsort angestrebt werden, wie Gemeindevertreter Henning Stahl (CDU) in diesem Zusammenhang gegenüber unserer Zeitung ausführt.

Damit wird das Thema Titel-Anerkennung, das bereits 1995 eine Rolle in Altefähr spielte, wieder auf die Tagesordnung gebracht. Immerhin sind in den letzten Jahren einige Infrastrukturprojekte umgesetzt worden, die der Gemeinde bei der Antragstellung und Bewertung des Ortes heute hilfreich sein könnten, sind sich die Gemeindevertretung sicher.

Trotzdem liegt aber noch einiges an Arbeit vor den Altefährern, um weitere Bedingungen erfüllen zu können, wie es während der Sitzung hieß. So soll beispielsweise der komplette Strand saniert und barrierefrei zugänglich gemacht werden. Dazu ist im Wirtschaftsministerium ein Antrag auf Förderung dieser Maßnahme in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro gestellt worden. In diesem Zusammenhang soll nach dem Willen der Gemeindevertretung auch die benachbarte Marina weitere 70 Liegeplätze erhalten, das maritime Angebot an dieser Stelle erweitert werden.

Der Strand ist zurzeit Bundeseigentum. Die Gemeinde rechnet mit einer positiven Entscheidung durch den Bund, dieses Land an die Gemeinde zu übertragen. Bisher war die Gemeinde kostenloser Nutzer des Bereichs, der offiziell zur Wasserstraße im Strelasund gehört. Jedoch hat die Kommune immer die Kosten für die notwendigen Instandhaltungen in den zurückliegenden Jahren bezahlt, um den Bereich attraktiv zu halten.