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Dieser Artikel wurde am 23. November 2011 um 02:15 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Optionskommune Vorpommern-Rügen?

Kommunales Jobcenter auf der Agenda des Kreistages am 19. Dezember

Grimmen/Rügen (gü/DR). Die Mitglieder des Haushalts- und Finanzausschusses des Kreistages werden sich am heutigen 23. November zu ihrer konstituierenden Sitzung treffen. Diese beginnt um 16 Uhr im Kreistagssaal (Kreisverwaltung Grimmen, Bahnhofstraße 12/13). Nach den Wahlen zum Vorsitzenden und seinen Stellvertretern haben sich die Mitglieder u.a. über das Thema Optionskommune zu verständigen.

So soll die weitere Betreuung der von Langzeitarbeitslosigkeit betroffenen Bürger und ihrer Familien in den Händen der Kreisverwaltung liegen.

Der ehemalige Landkreis Nordvorpommern hatte mit Zweidrittelmehrheit auf einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, die Betreuung der langzeitarbeitslosen Einwohner in einem Kommunalen Jobcenter in Eigenregie zu übernehmen. Bislang geschieht dies noch in gemeinsamen Einrichtungen von Landkreis und der Bundesagentur für Arbeit, in der ARGE. „Wir wollen das Beste für unsere hilfebedürftigen Bürger und ihre Familien vor Ort erreichen“, betont Landrat Ralf Drescher (CDU) in diesem Zusammenhang und setzt auf Eigenverantwortung.

„Nordvorpommern hat mit seinem Konzept Landes- und Bundesregierung überzeugt und so die Zulassung erhalten, ab Januar 2012 ein Jobcenter in Eigenregie zu führen“, untermauert Drescher. „Die Vorbereitungen für das Kommunale Jobcenter im Gebiet des ehemaligen Landkreises Nordvorpommern sind auf einem sehr guten Stand und mit der Bundesagentur für Arbeit haben wir dabei bislang sehr kooperativ zusammengearbeitet“, betont der Landrat.

„Die effektivste Gestaltung einer ganzheitlichen Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik unter Einbeziehung aller Kompetenzen des Landkreises ist die kurz formulierte Zielstellung dieses kommunalen Jobcenters. Dahinter verbirgt sich, dass bei der Betreuung alle Bereiche wie Jugend, Schulen, Soziales, Gesundheit oder auch Wirtschaftsförderung eng zusammenarbeiten und vor allem auch der Landkreis mit seinem Kreistag, den Gremien und der Verwaltung eigene Prioritäten bei Arbeitsvermittlung, Qualifizierung und ganzheitliche Betreuung der Familien setzen können. Die Gegebenheiten vor Ort können besser berücksichtigt werden“, so seine Einschätzung. Entscheiden wird der Kreistag am 19. Dezember.