Oft wird es unterschätzt
Laute Musik verstärkt die Folgewirkungen von Ecstasy
Rügen (RA). Die Kombination von lauter Musik und Ecstasykonsum reduziert die Gehirnaktivität langfristiger, als wenn nur Ecstasy konsumiert wird. Zu diesem Schluss kommt ein italienisches Forschungsrteam, dass seine Untersuchung auf Experimente mit Ratten stützt. Daher würden die Folgeschäden, die durch Ecstasykonsum verursacht werden, unter Partygängern möglicherweise besonders gravierend ausfallen.
Im Dienste der Wissenschaft beschallten Forscherinnen und Forscher vom Institut für Neurowissenschaften in Catanzaro drei Monate alte Ratten mit dem maximalen, in Diskos gerade noch zulässigen Lärmpegel von 95 Dezibel. Zuvor bekamen sie unterschiedliche Dosen Ecstasy. Die Ratten, die die höchste Dosis verabreicht bekamen - was der typischen Konsummenge beim Ausgehen entsprechen soll - zeigten anschließend einen fünf Tage anhaltenden Einbruch der elektrischen Aktivität im Gehirn. Die Forscherinnen und Forscher sind bereits in früheren Studien zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Unteraktivität durch vorherige Überaktivität des Gehirns und die daraus resultierende Überlastung ausgelöst wird, was zu Depressionen führen kann. Ratten, die Ecstasy ohne Beschallung bekamen, zeigten zwar ein Nachlassen der Hirnaktivität, doch hielt diese dann nur einen Tag an und nicht fünf.
« Nächster Artikel
FDP Rügen als politisches Markenprodukt
Vorheriger Artikel »
Volkschor Sassnitz ist Rügener Markenzeichen
