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Dieser Artikel wurde am 04. März 2006 um 08:15 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Notwendigkeit der intensiven Schwarzwildbejagung

Minister Backhaus dankte Jägern für Unterstützung bei der Bekämpfung der Geflügelpest

Mecklenburg-Vorpommern (RA). Auf der 17. Delegiertenkonferenz des Landesjagd-verbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V. dankte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute den Jägerinnen und Jägern für die Unterstützung bei der Bekämpfung der Geflügelpest.

Schon lange vor dem Ausbruch der Vogelgrippe haben Jägerinnen und Jäger die Veterinärbehörden im Land tatkräftig beim Wildvogelmonitoring unterstützt. Jetzt helfen Sie bei der gezielten Suche nach erkrankten oder verendeten Wildvögeln und unterstützen die Einsatzkräfte vor Ort", betonte Minister Dr. Backhaus.

Er würdigt die vielseitigen Leistungen der Jäger zum Wohle der Allgemeinheit und zur Gesunderhaltung der Wildbestände. So wurden im vergangenen Jagdjahr etwa 130 000 Stück Schalenwild erlegt mit einem Wildbretwert von rd. 6 Millionen Euro. "Dieses Wildbret wird sachkundig und fachgerecht behandelt und den Verbrauchern als gesundes und wertvolles Lebensmittel zur Verfügung gestellt" sagte der Minister und erinnerte an die hohe Verantwortung der Jäger als "Lebensmittelunternehmer".

In Bezug auf die fleischhygienerechtlichen Vorschriften sprach sich der Minister für deren gewissenhafte Einhaltung aus, um das Vertrauen des Verbrauchers gegenüber Wildbret zu erhalten. Dr. Backhaus: "Jeder Jagdausübungsberechtigte hat das Wild nach dem Erlegen unter Beachtung fleischhygienerechtlicher Vorschriften zu versorgen und zu kennzeichnen, bei Schwarzwild sogar Proben zur Untersuchung zu entnehmen und jedes erlegte Stück unter Vorlage des ordnungsgemäß ausgefüllten Wildursprungsscheins einer Trichinenuntersuchung zuzuführen." Angesichts vereinzelter, aber dennoch tragischer Jagd-unfälle mahnt Minister Dr. Backhaus die strikte Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften an und schlug das generelle Tragen von Warnwesten auf jeder Gesell-schaftsjagd vor, wie es die Landesforst bereits praktiziere.

Abschließend bekräftigte der Minister die Notwendigkeit der intensiven Schwarzwildbejagung, die zum Schutz vor einem erneuten Ausbruchs der Schweinepest nach wie vor eine der Schwerpunktaufgaben bei der Jagd darstellt.