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Dieser Artikel wurde am 11. Januar 2012 um 05:52 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Neujahrsempfang bei der SPD Vorpommern-Rügen

Ironische Seitenhiebe und rot-grüne Cocktailkoalition bei den Sozialdemokraten des Kreises

Von Christian Rödel

Stralsund. „Mir braucht keiner auf den Anrufbeantworter sprechen, ich möchte persönlich mit den Menschen ins Gespräch kommen“, meinte der Altefährer SPD-Landtagsabgeordnete Ingulf Donig beim Neujahrsempfang seiner Partei in der Stralsunder „Hafenresidenz“ am vergangenen Sonntag. Er spielte mit seiner Aussage wohl ironisch auf den Anruf des Bundespräsidenten Wulff bei einer Boulevardzeitung an.

Mit roten und grünen Cocktails wurden übrigens die Gäste des SPD-Neujahrsempfanges in der Hafenresidenz begrüßt. Sollte das eine gewisse Symbolik für die nächste Berliner Regierungskoalition haben? Die SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen mochte Assoziationen in dieser Hinsicht keine Grenzen setzen, indem sie salomonisch sagte: „Da kann sich jeder bei denken, was er oder sie möchte“.

Gemeinsam mit ihren männlichen SPD-Kollegen, dem Kreisverbandschef für Vorpommern-Rügen Thomas Würdisch und dem Rügener Landtagsabgeordneten Ingulf Donig begrüßte die SPD-Politikerin immerhin mehr Gäste als erwartet. Es wurde sehr eng in dem Restaurant mit exponierter Lage am Strelasund und auch das Buffet – unter anderem mit Käsewürfeln, Schinken und Tomatensuppe – war von den zahlreichen Gästen schnell leer gegessen.

Eine vorbereitete Rede der Bundestagsabgeordneten blieb ungehalten, weil sie die Zeit lieber für persönliche Gespräche nutzen wollte. Der Rügener SPD-Landtagsabgeordnete Donig, der in dieser Legislaturperiode als kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion fungiert, steckte schon einmal seine Ziele für 2012 ab: Ganz oben auf seiner Agenda steht der Erhalt der Theater- und Orchesterlandschaft im Land Mecklenburg-Vorpommern. Im Ausschuss für Energie, Verkehr, Bau und Landesentwicklung, wo er ebenfalls parlamentarisch tätig ist, will Donig den technologischen Ausbau erneuerbarer Energien weiter voran treiben. In seiner Heimatgemeinde Altefähr, der er als ehrenamtlicher Bürgermeister seit der Wende vorsteht, dürfte 2012 ein reges Baugeschehen vorherrschen.

Der Strand soll mit Fördermitteln neu angelegt werden, der Neubau eines Kindergartens steht auf dem Programm und die Erweiterung des Seglerhafens auf 70 Liegeplätze ist ebenfalls geplant. Den Blick nach vorn richtet auch SPD-Kreisverbandschef Thomas Würdisch und sagte mit Blick auf die im Vorfeld umstrittene Optionskommune: „Es ist alles gesagt und eine demokratische Entscheidung gefällt worden“. Es gehe nach seiner Meinung jetzt darum, gemeinsam mit dem Landrat diesen Beschluss umzusetzen.