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Dieser Artikel wurde am 22. Februar 2012 um 05:39 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Neues Qualitätsmanagement

Ostseebad ist Modellregion für barrierefreien Tourismus

Ostseebad Göhren (sb). Im November 2010 wurde der erste Landeswettbewerb „Tourismus für alle in Mecklenburg-Vorpommern“ durch den Landestourismusverband ausgelobt. Mit Hilfe des Wettbewerbs sollte ergründet werden, welche Tourismusdestinationen die beste Infrastrukturentwicklung zu barrierefreiem Tourismus realisieren. Welches sind also die innovativsten Angebote für Menschen mit Mobilitäts- oder Sinneseinschränkungen im Nordosten?

Ausgezeichnet wurden Tourismusorte mit Angeboten, die sich in der Praxis bewährt haben, in die Servicekette integriert sind sowie herausragend für die integrative Urlaubsgestaltung sind. Im November 2011 fand auch auf Rügen wieder ein Vorort-Termin statt: Neben Rerik, Graal Müritz und Zingst wurde Göhren vom Landestourismusverband zur vierten Modellregion für das Qualitätsmanagement barrierefreier Tourismus ernannt.

„Der zuständige Projektkoordinator Wilfried Steinmüller kam zu einer Bestandsaufnahme zu uns. Auch er musste feststellen, dass Göhren aufgrund seiner besonderen geografischen Lage nie ein komplett barrierefreier Ort sein wird. Aber wir haben viele Möglichkeiten die Infrastruktur für Rollstühle, Kinderwagen und Räder zu optimieren“, informierte Alexander Stein, Mitarbeiter der Kurverwaltung des Ostseebades, die Mitglieder des Tourismus- und Finanzausschusses auf der Sitzung am Montagabend.

So sei das Thema vor allem wichtig für den Nordstrand und die Wege im Zentrum. Bisher sind zwei bis drei Strandabgänge befestigt, doch bis zur Wasserlinie reiche dies nicht. Auch die Gehwege und Zuwegungen z. B. auf den Museumshof seien alles andere als barrierefrei.

„Wir befinden uns jetzt in einer Testphase. Gemeinsam mit dem Landestourismusverband schauen wir jetzt, was in unserem Ort möglich und wirkungsvoll ist, probieren verschiedene Materialien zur Befestigung, testen Handläufe, schauen uns Parkplätze an“, so Stein.

ass der Ort an diesem Thema nicht vorbeikomme, da die Bevölkerung und somit auch die Göhrengäste älter werden, beauftragte Ausschussvorsitzender Hans-Harald Ott die Kurverwaltung das Projekt weiter voranzutreiben und auch Partner aus Hotellerie und Gastronomie für dieses zu gewinnen.