Neuer Rettungsstützpunkt eingeweiht
Johanniter Unfallhilfe nimmt Station in Betrieb
Hiddensee/Vitte (DR). Am 26. April ist der neue Rettungsstützpunkt der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. auf Hiddensee im Beisein von rund 60 geladenen Gästen offiziell eingeweiht worden. Direkt am Hafen von Vitte ist in rund fünf Monaten Bauzeit ein moderner Rettungsstützpunkt entstanden, der bereits seit einigen Wochen die bisherige Dienststelle in Kloster ersetzt. Baubeginn war der 11. September 2009. Wetterbedingt musste die ursprünglich für den 18. Februar geplante Einweihung verschoben werden: Der lange, schneereiche Winter hatte den Fährbetrieb zur Insel zeitweise lahmgelegt. „Unsere Rettungsassistenten arbeiten aber bereits seit der 2. Januarwoche vom neuen Standort aus“, erläutert Frank Baudisch, Regionalvorstand der Johanniter im Regionalverband Mecklenburg-Vorpommern Nord. „Dank der zentralen Lage sind sie noch schneller vor Ort, wenn Einheimische oder Urlauber Hilfe benötigen.
Für die bald beginnende Urlaubssaison 2010 sind wir so bestens gerüstet.“ Wichtig für die Wahl des neuen Standortes war den Johannitern auch die Hafenanbindung, der Hubschrauberlandeplatz und die Nähe zu den Ärzten in Vitte. Der von der Architektin Christina Rode aus Gottmannsförde entworfene moderne Rettungsstützpunkt erfüllt alle sicherheits- und umweltrelevanten Anforderungen, die ein Gebäude in exponierter Lage am Hafen betreffen: Sowohl gegen Hochwasser als auch gegen möglichen Eisdruck ist es gewappnet.
Johanniter-Präsident Hans-Peter von Kirchbach, General a. D., hob in seiner Ansprache besonders die Leistung der Rettungsassistenten hervor, die in einem der kleinsten Rettungsstützpunkte Deutschlands arbeiten und für die Sicherheit der Inselbevölkerung zuständig sind. Bei der feierlichen Einweihung sprachen auch Ralf Iwohn, Referatsleiter für den Rettungsdienst im Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern, Landrätin Kerstin Kassner vom Landkreis Rügen, Hiddensees Bürgermeister Manfred Gau und Frank Martitz, Amtsvorsteher beim Amt Westrügen sowie Johanniter-Landesvorstand Einar von Harten Grußworte an die versammelten Gäste. Der neue Rettungsstützpunkt wird wie die bisherige Dienststelle 24 Stunden am Tag besetzt sein. Sieben Rettungsassistenten schieben im täglichen Wechsel Dienst auf der Insel. Über 50 Einsätze leisten die Retter im Durchschnitt pro Monat – in der Urlaubssaison sind es weit mehr. Vor allem Knochenbrüche und Fahrradunfälle gehören zu den täglichen Notfällen.
Auf rund 70 Quadratmetern ist im neuen Stützpunkt Platz für einen Aufenthaltsraum für die Rettungsassistenten und genügend Lagerfläche für medizinisches Material. Auch der T5-Einsatzwagen, der mit einer Ausnahmegenehmigung auf der vom privaten Autoverkehr freien Insel fährt, erhält einen Garagenstellplatz.
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