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Dieser Artikel wurde am 02. März 2011 um 01:53 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Neuer Bürgermeister

Holger Roepke gewann die Wahl

Ostseebad Thiessow (sb). Nachdem Kandidat Torsten Jelinski (Bündnis 90/Die Grünen) eindeutig als Favorit für den Bürgermeisterposten im kleinsten Ostseebad der Insel gehandelt wurde, überraschte das Ergebnis der Wahl am zurückliegenden Sonntag nicht nur ihn selbst. Die Thiessower entschieden sich nämlich für seinen Gegenkandidaten Holger Roepke. Das Ergebnis allerdings fiel knapp aus. 138 Stimmen erhielt Holger Roepke (52,87 Prozent der gültigen abgegeben Stimmen), Torsten Jelinski sprachen 126 Wahlberechtigte ihr Vertrauen aus (47,13 Prozent). Damit lag die Wahlbeteiligung bei 77,23 Prozent.

Holger Roepke tritt nun die Nachfolge von Gisela Zorn an, die nach fast 19 Jahren das Amt der Bürgermeisterin aus gesundheitlichen Gründen im Dezember 2010 niederlegte. Im Gegensatz zu Jelinski, der bereits im Gemeindeparlament und für die Grünen im Kreistag sitzt, ist Holger Roepke kommunalpolitisch gesehen ein Anfänger. „Dennoch bin ich mir sicher, dass ich mich in die Abläufe schnell einarbeite. Bis ich die Abläufe selbst genau kenne, hoffe ich auf die Unterstützung der Gemeindevertreter“, so der 49-jährige Berufsschullehrer in seiner Rede vor interessierten Einwohnern im Februar.

Dem momentanen Sorgenkind der Gemeinde, dem Campingplatz, muss sich das neue Gemeindeoberhaupt nun als erstes annehmen. Die Gemeinde und der ehemalige Betreiber streiten bereits vor Gericht, da dieser von der Gemeinde eine Entschädigung für vorgenommene Baumaßnahmen auf dem Gelände fordert. Zu unterschiedlich sind jedoch die Vorstellungen über die Höhe dieser Zahlungen auf beiden Seiten. Hinzu kommt, dass die Gemeindevertretung bereits im Herbst letzten Jahres entschied, den Zeltplatz über den Kommunalen Eigenbetrieb Kurverwaltung wieder selbst zu bewirtschaften. Roepke sprach sich hingegen nach seiner Bewerbung für das Amt bereits mehrfach für einen neuen privaten Pächter aus. Die erste Amtsperiode des neuen Bürgermeisters fängt also rasant an.