Neu im Team der Störtebeker Festspiele
Jannika Jira als „Rosslyn“ - Schauspielerin mit unbändiger Spielfreude
Ralswiek (apf). Die Schauspielerin und Musical-Sängerin Jannika Jira (26) ist neu im Team der Störtebeker Festspiele. Doch für sie sind die Festspiele nicht neu, denn schon in den vergangenen drei Jahren hat sie jeden Sommer als Zuschauerin das Flair der Festspiele genossen. In diesem Sommer steht sie selbst auf der Bühne - als „Rosslyn“, der hübschen Tochter des „Stewart“ (Mario Ramos), Herzog von Albany.
„Rosslyn“ ist eine sehr positive junge Frau, die behütet aufwächst, sagt sie von ihrer Figur, die sie verkörpert. „Sie ist die Tochter des Tyrannen ’Stewart’, und die Einzige, die ihn aufrichtig liebt, weil er zu ihr sehr liebevoll ist. Doch die poesievolle ’Rosslyn’ ist auch schlau und gibt ihrem Vater Ratschläge, die er aber nicht befolgt. So kommt es am Ende so, wie es kommen muss - und ’Rosslyn’ kann daran nichts ändern. Ich sehe die Rolle nicht als Abziehbild, sondern versuche diese jede Vorstellung zu leben.“ Mit Mario Ramos als Bühnenpartner gelingt ihr das jeden Abend neu. Dass sie einmal einen künstlerischen Beruf ergreifen will war für die in Bremen geborene und heute in Hamburg lebende Schauspielerin schon im Kindergarten klar. Beinahe jeden Film, jeden Gag oder jedes Ereignis, dass sie bewegt hat, versuchte sie nachzuspielen - und so blieb das.
Die Schauspielausbildung absolvierte sie am renommierten Schauspielstudio Freese in Hamburg, das sie 2009 mit dem Diplom Bühnenreife abschloss. Das Arbeiten auf solch einer großen Bühne ist für Jannika Jira eine neue und tolle Erfahrung. Bereits vor ihrer Ausbildung gab sie drei Jahre lang die „Ophelia“ in Stoppards „Rosenkranz und Güldenstern sind tot“ an der Bremer Shakespeare Company. Mit der Burghofbühne Dinslaken verbinden sie zwei Stückverträge und Freilichttheater-Erfahrung hat sie seit dem Sommertheater St. Georg in Hamburg im vergangenen Jahr.
Jannika Jira kennt keine Langeweile und so richtet sie auch ihr berufliches Leben darauf ein. „Es ist gut, wenn man in der Vielfalt der Möglichkeiten aufgehen kann“, sagt sie. „Ich will mich nicht auf eine Sache fixieren sondern alle Facetten, die man als Schauspielerin hat, ausspielen. Denn das macht ja schließlich die Schönheit dieses Berufes aus. Und irgendwann auf einer Stufe stehen bleiben will ich nicht - das bin ich aber nur mir selbst schuldig ...“
Sie gönnt sich kaum eine Pause, ist immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und hat immer selbst dafür gesorgt, dass es ihr nicht langweilig wird. „Eine unbändige Spielfreude zeichnet sie aus und man wünscht ihr, dass sie diese behält. Sie möchte viel ausprobieren, dreht fürs Fernsehen, man findet sie öfters auch im Synchronstudio. Vielseitigkeit ist wichtig! Wir freuen uns, dass sie mit im Team ist“, freut sich Intendant Peter Hick.
Nach den Störtebeker Festspielen ist Jannika Jira ab September voraussichtlich gemeinsam mit Mario Ramos, Ben Hecker, Sascha Gluth und Martina Guse im Gangster-Musical der Hamburger Goldenen 20er, „Revolver im Klavier“, von Holger und Leonhard Mahlich in Hamburg zu erleben.
Und man darf gespannt sein, denn Jannika Jira schreibt auch Drehbücher und wünscht sich, einmal ein eigenes Stück, selbst inszeniert, auf der Bühne zu sehen. „Und ich würde auch gerne vor der Kamera stehen, denn Film wäre ein neues Erlebnis für mich - und eine große Herausforderung ...“
Ich drücke der Lebensfreude versprühenden Jannika dafür ganz fest beide Daumen!
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