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Dieser Artikel wurde am 17. November 2010 um 02:36 Uhr in der Rubrik Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Musikschule Rügen wird saniert

Arbeiten am Dach und an der Fassade sind bis Jahresende fertig

Bergen auf Rügen (cs). Nicht nur Musik, sondern neuerdings auch Baulärm dringt aus der Musikschule Rügen. Hier, in der Bahnhofstraße 34a, hat die energetische Sanierung des Gebäudes begonnen. Sehr zur Freude von Musikschülern, Lehrern, Eltern und dem Landkreis als Träger der Einrichtung. „Ich bin froh, dass wir den Flachbau endlich auf Vordermann bringen können. An der Musikschule wird seit Jahren hervorragende Arbeit geleistet, mit der Sanierung gibt es nun auch die passenden äußeren Bedingungen“, meint Landrätin Kerstin Kassner (DIE LINKE). Der Kreistag hatte Ende September „grünes Licht“ für das Vorhaben gegeben. Fast eine halbe Million Euro soll hier nun verbaut werden. Dabei handelt es sich um finanzielle Mittel aus dem Konjunkturprogramm und aus dem Kreishaushalt. Hauptaugenmerk wird auf die energetische Sanierung und die Verbesserung der Energieeffizienz gelegt.

Gegenwärtig sind Baufirmen von der Insel und aus Nordvorpommern dabei, die vorhandene Bedachung zurückzubauen, eine Wärmedämmschicht einzubringen und dem Flachbau ein neues Dach aufzusetzen. Knapp 900 Quadratmeter gilt es, neu einzudecken. Im Kellerbereich werden die Außenwände abgedichtet, neue Außentüren und Fenster eingebaut. „Es wurde allerhöchste Zeit, dass wir mit der Sanierung beginnen. Die Durchfeuchtungsschäden am Dach und in vielen Kellerräumen sind groß. Vor allem die lange Frost- und Schneeperiode Anfang des Jahres hat dem Gebäude zu schaffen gemacht. Noch so einen Winter hätten wir kaum verkraften können“, sagt Kreiskämmerin Roswitha Juhnke.

Die Arbeiten gehen gut voran. „Wenn es weiter wie bisher läuft, sind wir bis zum Jahresende mit dem Dach und der Fassadengestaltung fertig“, ist Planerin Sabine Werner überzeugt. Bis jetzt habe es keine größeren „Überraschungen“ gegeben, aus heutiger Sicht werde der Terminplan eingehalten. Das bedeutet auch, dass nach der Heizperiode die Nachtspeicheröfen heraus genommen und mit dem Einbau einer neuen, modernen Heizanlage begonnen wird. „Durch die energetische Sanierung sparen wir jährlich künftig rund 6.500 Euro bei den Heizkosten“, so Kreiskämmerin Roswitha Juhnke. Trotz der Bauarbeiten findet der Unterricht wie gewohnt statt. „Es gibt keine Probleme“, so Musikschulleiter Hans-Jürgen Kampa. Und auch im Frühjahr 2011, wenn wegen der Innenarbeiten nicht mehr alle Unterrichtsräume gleichzeitig genutzt werden können, seien Lösungen in Sicht. Dann ziehen Lehrer und Schüler vorübergehend in das frei stehende Nachbargebäude, die ehemalige Landwirtschaftsschule.

In den Sommerferien erfolgen die Restarbeiten an Fußböden und Innenwänden. Mit Beginn des neuen Schuljahres soll das Gebäude, das einst vor 50 Jahren in Holzständerbauweise errichtet worden ist, im neuen Glanz übergeben werden. Die Musikschule besteht im nächsten Jahr ein Vierteljahrhundert.