Mönchguter Museen blicken auf die neue Saison
Neu in 2008: Schöpfwerkstatt für Papier / Museumsflyer auf den Schiffen von Scandlines für Touristen aus Schweden
Ostseebad Göhren (gü). Das Heimatmuseum der Mönchguter Museen feiert in diesem Jahr seinen 45. Öffnungstag. Am 1. Mai 1963 wurde das Museum in der Strandstraße von Museumsgründerin Ruth Bahls eröffnet. An diesem 1. Mai wird es eine Sonderführung zur Geschichte des Hauses geben. Damit ist das Heimatmuseum nach dem Arndt-Museum das zweitälteste Heimatmuseum auf der Insel Rügen.
Doch nicht nur dieses Jubiläum wird es im neuen Museumsjahr zu begehen geben. Das Team um Museumsleisterin Ellen Melzer stellte dieser Tage einen Ausblick auf die neue Museumssaison vor. Traditionelle Veranstaltungen wie Backtage, Teddybär-Schauwerkstatt, Korbflechterwerkstatt und Knotenschule befinden sich auch 2008 im Angebot. Neu ist hingegen eine Werkstatt zum Papier schöpfen, wie Torsten Bänsch ausführte. Diese wird das erste Mal am 5. Juni auf dem Museumshof stattfinden. Insgesamt neun Mal wird Familie Kupsch aus Zingst die alte Kunst des Papierschöpfens vorführen.
Anlässlich des 130-jährigen Wiederkehrens des Status als Seebad wird es zudem eine Sonderausstellung im Heimatmuseum zu diesem Thema geben, wie es weiter hieß. Die Ausstellung wird am 19. April eröffnet.
Insgesamt plant die Leitung der Mönchguter Museen 81 Höhepunktveranstaltungen für die Saison 2008. Im letzten Jahr wurden 65 Highlights durchgeführt. Damit sind in diesem Jahr 24 Prozent mehr solcher Publikumswirksamen Veranstaltungen vorbereitet, rechnete Torsten Bänsch in diesem Zusammenhang vor. Mit der Reederei Scandlines wurde eine Zusammenarbeit vereinbart, wie der ebenfalls anwesende Henning Dost, Regionalverkaufsleiter Nord/Ost Passage Touristik, unterstrich. Nunmehr liegen auch Texte in schwedischer und englischer Sprache über die Museen vor. „Diese Flyer legen wir natürlich gern auf unseren Fähren zwischen Sassnitz und Trelleborg sowie im Verkaufscounter in Trelleborg selbst aus“, so Dost. Die ersten 500 Stück wurden bereits am 13. März auf die Schiffe mitgenommen. Damit sollen besonders schwedische Touristen für die Mönchguter Museen begeistert werden, sind sich alle beteiligten Partner einig. Ein nächster Schritt bei der fremdsprachigen Darstellung der Museen soll ein punktuelles Übersetzen von Kerntexten in den einzelnen Ausstellungen sein, wie Ellen Melzer ergänzte.
Die Museen werden im sechsten Jahr vom Förderverein für die Mönchguter Museen als Träger betrieben, wie es abschließend hieß. Dieser Förderverein umfasst aktuell 129 Mitglieder, davon sind lediglich ein halbes Dutzend Firmen bzw. juristische Personen. „Wir werden von Privatpersonen getragen, das ist eine besondere Herausforderung und Leistung“, so Ellen Melzer abschließend.
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