Merkel: Die Lage ist ernst
Merkel acht sich ein Bild von der Situaion
Rügen (RA). Wegen der sich ausbreitenden Vogelgrippe haben die Behörden auf Rügen begonnen, besonders gefährdete Geflügelbestände zu töten. Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste am Sonntagnachmittag auf die Insel.
Gemeinsam mit Till Backhaus, Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, machte sie sich ein Bild über die Situation vor Ort. Inzwischen seien auf Rügen 59 Wildvögel positiv auf Vogelgrippe getestet worden, bestätigte Backhaus. Auf dem Festland gebe es aber noch keine Funde von Vögeln, die mit dem ansteckenden H5N1-Virus infiziert sind. Überwiegend seien Schwäne betroffen, aber auch ein Bussard, Kormorane, Möwen, Wildenten und Wildgänse. Ganz Rügen ist zur Schutzzone erklärt.
Bei allen Schutzmaßnahmen steht die Sicherheit der Menschen an erster Stelle. Alle Bemühungen sind auch darauf gerichtet, dass sich das Virus nicht auf Nutztierbestände überträgt.
Die Haustierbestände würden rein vorsorglich gekeult, sagte Backhaus. Bei Hühnern und Enten sei bisher keinerlei Befund festgestellt worden.
Die Bundeswehr hilft seit Sonntag im Kampf gegen die Tierseuche. Soldaten einer ABC-Abwehrtruppe desinfizieren gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk Fahrzeuge und Menschen.
Autos müssen dabei durch Wannen fahren, die mit Desinfektionsmittel gefüllt sind. Auch Menschen müssen solche Wannen durchqueren, weil sich infizierter Vogelkot an ihren Schuhen befinden könnte.
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