Mehr gemeinsame Vermarktung
Kurausschuss Binz: Über den Tellerrand hinwegsehen
Ostseebad Binz (gü). Wir müssen uns geschlossener vermarkten!, lautete die Forderung mehrerer Mitglieder des Betriebsausschusses der Kurverwaltung während der letzten Sitzung am Montag dieser Woche. Hintergrund der Diskussion ist der Umstand, dass es die touristischen Anbieter weder in Binz noch die Insel Rügen betreffend schaffen, sich großformatig in überregionalen Medien darzustellen und somit auf die Destination Rügen aktiver aufmerksam zu machen. Wir müssen die Anbieter in Binz für dieses Thema sensibilisieren, forderte Ausschussvorsitzender Harald Schewe (CDU). Rückendeckung erhielt er unter anderen von den Ausschussmitgliedern Bernd Richter, Oliver Waechter und Wolfgang Möser. Deren Appell richtete sich klar an alle Anbieter in Binz und auf Rügen, doch über den Tellerrand hinwegzusehen und gemeinsam aufzutreten. Kurdirektorin Petra Wolter, die an diesem Abend gemeinsam mit Marketingverantwortlicher Kerstin Götze den Marketingplan vorstellte, pflichtete zwar der grundsätzlichen Kritik bei, betonte allerdings, dass die Kurverwaltung in den letzten Jahren beim Marketingplan immer wieder darauf hingewiesen habe, bei welchen Anzeigenkampagnen sich Hotels und Pensionen sowie Vermieter anschließen können.
Das Thema gemeinsame Darstellung wird sicher eine der Hauptaufgaben des neuen TZR-Geschäftsführers, waren sich die Anwesenden einig. Und bemühten bei der Diskussion das Beispiel Insel Usedom. Wenn ich die Zeitungen aufschlage, fällt mir meistens eine großflächige Präsentation der Kaiserbäder und Usedom ins Auge. Dort gibt es keine einzelnen Orte mehr, es wird die Destination beworben, meinte Bernd Richter und kann sich für die Insel ein ähnliches Vorgehen vorstellen (Kaiserbäder: Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck Anm. d. Red.). Kurdirektorin Petra Wolter versprach, dass die Kurverwaltung demnächst nochmals bei den Vermietern darauf hinweisen wird, dass es entsprechende Möglichkeiten der Teilnahme an der Gemeinschaftswerbung gäbe. Einzelne Anzeigen von Hotels bringen uns nicht weiter, so Schewes Fazit. Er und seine Mitstreiter haben diesbezüglich noch ein großes Potenzial an Möglichkeiten ausgemacht, um das größte Rügener Seebad und somit die Insel Rügen vorwärts zu bringen.
Interesse am Standort ist vorhanden, konnte Petra Wolter bestätigen, indem sie die Ausschussmitglieder darüber informierte, dass in den letzten Tagen rund 1.500 Kataloge des Gastgeberverzeichnisses abgefordert worden sind. Auf ein weiteres Thema machte die Kurdirektorin mit der elektronischen Kurkarte aufmerksam. Zur Einführung die durchaus bereits Anfang Februar realisiert werden könnte sind am kommenden Freitag, 12. Januar, die ersten Vermieter um 16 Uhr in das Haus des Gastes zu einer Präsentation eingeladen. Die von uns angeschriebenen Vermieter repräsentieren rund 30 Prozent unserer Bettenkapazitäten, betonte Petra Wolter. Sie informierte weiter, dass niemand vergessen wird, aber wir wollten schrittweise bei der Einführung vorgehen.
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