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Dieser Artikel wurde am 16. März 2010 um 12:03 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Mehr Gästeankünfte, weniger Übernachtungen 2009

Kurverwaltung Binz legt die Statistik für das größte Rügener Seebad vor

Ostseebad Binz (gü). Mehr Gästeankünfte, weniger Übernachtungen für das Jahr 2009! Das ist das kurze Fazit der Statistikauswertung für das größte Rügener Seebad, die Kurdirektor Horst Graf am Montag dieser Woche den Mitgliedern des Betriebsausschusses des Eigenbetriebes Kurverwaltung in ihrer jüngsten Sitzung präsentierte. Insgesamt konnten 396.819 Gäste im letzten Jahr begrüßt werden. Das sind 2.745 Frauen, Männer und Kinder mehr als im Jahr 2008. Die Gäste sorgten für 2.306.846 Übernachtungen. Dies sind allerdings 33.118 Übernachtungen weniger als noch 2008, so Grafs Einstieg in die Statistikzahlen, die aufgrund der abgerechneten Kurkarten für das Jahr 2009 erstellt worden sind. Bei diesen Zahlen sind auch die nichtgewerblichen Vermieter berücksichtigt. Also die Vermieter, die weniger als neun Betten im Angebot haben. Graf führte das Minus in Höhe von 1,4 Prozent bei den Übernachtungen auf die Schließung der beiden Kinder Kliniken sowie auch auf längere Schließzeiten von großen Hotels aufgrund Renovierungsarbeiten zurück.

„Trotzdem“, so der Kurdirektor deutlich gegenüber den anwesenden Ausschussmitgliedern und Gästen der Sitzung, „jammern wir in Binz auf einem hohen Niveau. Unsere erste Aufgabe ist es, dieses Niveau konstant zu halten“, lautete seine Botschaft. „In Zeiten der Wirtschaftskrise haben wir in 2009 eine positive Übernachtungsbilanz verzeichnen können“, so Graf weiter.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste betrug im alten Jahr 5,8 Tage. Diese reicht von 4,1 Tagen im Dezember bis 7,7 Tage im Juli. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich von sechs Tagen in den Jahren 2005, 2006 und 2007, über 5,9 Tage im Jahr 2008 auf nunmehr 5,8 Tage reduziert, ist dem vorliegenden Zahlenmaterial zu entnehmen.

Ebenfalls unterschiedlich zu bewerten sind die Zuwächse bei den Übernachtungen insgesamt. Während in den Monaten April, Juni, Juli, November und Dezember Zuwächse zu verzeichnen waren, sanken die Übernachtungszahlen in den anderen Monaten. Spitzenreiter ist dabei der März gewesen. „Dies lässt sich allerdings mit dem Osterfest erklären, das im Jahr 2009 im April stattfand“, so Graf, der den März mit minus 31,6 Prozent abschloss.

Einige Sorgen bereitet dem Kurdirektor allerdings die rückläufige Zahl der ausländischen Gäste. Nur noch 8.067 Gäste aus Schweden konnten beispielsweise begrüßt werden. Dies waren in 2008 noch 9.916 und in 2007 sogar 10.045 Gäste. Auch die Dänen kamen im letzten Jahr weniger nach Binz. Nur 543 Gäste konnten hier gezählt werden, im Jahr 2008 waren es noch 594 Gäste. Leichte Steigerungen bei den Gästeankünften konnten für die Länder Schweiz, Niederlande und Österreich verbucht werden.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder, dass besonders bei den skandinavischen Ländern das Marketing für Binz intensiviert werden muss. Dazu zählen als erste Schritte die Darstellung der Internet-Homepage mit schwedischen und englischen Texten, eine neue fremdsprachige Imagebroschüre sowie auch die intensive Vermarktung des Golfplatzes. „Wenn der Golfplatz gebaut ist, müssen wir damit an den schwedischen Markt gehen“, so Graf. Ausschussvorsitzender Harald Schewe (CDU) betonte, dass die skandinavischen Länder besonders für den Golfsport brennen und der neue Golfplatz ein geeignetes Mittel sei, um sie für Binz zu interessieren. Auch Ausschussmitglied Rainer Feit (CDU) sieht in Skandinavien größeres Potenzial an Gästen. Er regte an, dass sich Binz möglicherweise als Partner der so genannten Vier-Ecken-Kooperation des Landkreises engagieren könnte. Der Landkreis Rügen arbeitet hierbei mit der dänischen Insel Bornholm, der südschwedischen Region Skale und der polnischen Stadt Swinoujscie zusammen, betonte er.

Ausschussmitglied Bernd Richter (WfB) erinnerte die Anwesenden daran, dass bereits vor zehn Jahren im Ausschuss darüber diskutiert worden sei, einen separaten Mitarbeiter in der Kurverwaltung für Skandinavien einzusetzen. Über die angedachten Marketingstrategien soll der Ausschuss übrigens in der April-Sitzung umfassend informiert werden, blickte Horst Graf voraus. Dann wird sich die beauftragte Marketingagentur präsentieren, die Binz seit geraumer Zeit betreut. In diesem Zusammenhang soll auch die Werbung für den skandinavischen Markt ein Thema sein. Abschließend präsentierte der Kurdirektor die durchschnittliche Bettenauslastung, die bei 178,9 Tagen (49 Prozent) lag. Dies sind 4,4 Tage weniger als noch im Jahr 2008, hieß es dazu.

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