Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 12. April 2006 um 03:40 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Meerespark mit Delphinarium + Kureinrichtung DelphiMar

Berthold Blatecki: Der Stand der Dinge ist, dass wir aus Schwerin ganz klar geblockt werden!

Von Wolfgang Urban

Rügen. Am 7. April traf sich der Tourismusverein Gemeinde Glowe e.V. zur Jahreshauptversammlung. In seinem Rechenschaftsbericht konnte Vereinsvorsitzender Uwe Lange eine positive Bilanz der Vereinsarbeit ziehen. Dabei verwies er auf eine konstante Zahl von 139 Mitgliedern: Zu- und Abgänge halten sich also die Waage.

In seinem Rechenschaftsbericht brachte Uwe Lange u.a. die Hoffnung auf einen touristischen Qualitätssprung in der Gemeinde zum Ausdruck, indem er sagte: Einen Qualitätssprung inklusive Infrastruktur wird uns bei Gelingen das DelphiMar mit seinen zusätzlichen Einrichtungen bringen, aber nicht eine ungesteuerte Bettenkapazitätsentwicklung in Ferienhäusern, die in Glowe schon überproportional vertreten sind. Doch genau der angesprochene Qualitätssprung hat offensichtlich zur Zeit Startschwierigkeiten. Die drei Projekte auf dem einstigen Rügen-Radio-Gelände sind offensichtlich in einer problembehafteten Phase. Als Sprecher für alle Vorhaben erklärte Berthold Blatecki auf der Versammlung des Tourismusvereins. Der Stand der Dinge ist, dass wir aus Schwerin ganz klar geblockt werden. Mehr dazu im nächsten RÜGANER ANZEIGER, denn natürlich war dies nicht das einzige Thema auf der Versammlung des Tourismusvereins. Zusammenfassend sagte Uwe Lange am Schluss seines Rechenschaftsberichtes zu den wichtigsten Parametern, für die sich der Tourismusverein Gemeinde Glowe e.V. zukünftig engagieren wird: Die Vereinsarbeit wird vollinhaltlich nach dem Prinzip bestimmt, bei allen Ziel- und Aufgabenstellungen, stets weiter im Sinne der Mitglieder zu handeln und weitestgehend unterstützend aufzutreten. Dem Mitgliederzuwachs werden wir uns verstärkt widmen, um auch auf einen Generationswechsel im Vorstand des Vereins gut vorbereitet zu sein. Der Verein wird auch alle vertretbaren Maßnahmen der Gemeinde Glowe, die zur Verbesserung der Infrastruktur, der touristischen Entwicklung, dem Wohle der Einwohner, Gewerbetreibenden und Gäste dienen, unterstützen, jedoch gleichzeitig auch sehr kritisch die Gemeindeentwicklung beobachten und wenn erforderlich Meinungen und Auffassungen darüber ungeschminkt zum Ausdruck bringen. Wir möchten, dass unsere Gemeinde als familienfreundliche Urlaubsregion stärker betont und herausgehoben wird und für Familien mit Kindern die entsprechende infrastrukturelle Basis weiter verbessert wird (mindestens noch zwei Spielplätze u.a.m.). Die Trendentwicklung in den Altersstrukturen der Urlauber und Einwohner müssen wir im Auge haben, denn nicht nur Glowe, sondern auch die zur Gemeinde gehörenden Ortschaften, werden sich in Zukunft zu Alterswohnsitzen herausbilden, das besagen auch einschlägige Studien zur demoskopischen Entwicklung in Deutschland. Auf den kommenden Altersstrukturwandel müssen wir vorbereitet sein, um einer disharmonischen Entwicklung in der Gemeinde Glowe entgegen zu wirken. Der Tourismusverein ist bereit, die Gemeinde Glowe bei der Vorbereitung und Umsetzung einer qualitäts- und inhaltsreichen Gastgeberbroschüre zu unterstützen. Dieses Werbeprodukt wird ein wesentliches Markenzeichen für unseren Ort darstellen und zeigen, dass wir alle im staatlich anerkannten Erholungsort Glowe die Zeichen der Zeit und das touristische Zeitalter begriffen haben. In Anbetracht der bevor-stehenden Anerkennung als Ostseebad wovon wir schlussendlich alle gemeinsam profitieren werden ist es notwendig, noch enger zusammen zu rücken, ein strategisches Gesamtkonzept für unsere Gemeinde zu erarbeiten, es zu entwickeln, zu vervollkommnen und gemeinsam zu verwirklichen. Das bedeutet ein noch engeres Kommunizieren und, wo es hingehört, ein gleichberechtigtes Kooperieren zwischen Gemeinde und Tourismusverein. Aus all dem wird deutlich, dass der Tourismusverein Gemeinde Glowe e.V. in der Gemeinde nicht sein eigenes Süppchen kocht. Vielmehr ist er wie es sein Vorsitzender ausdrückt die notwendige Zutat für ein Gericht, das allen in der Gemeinde in der Perspektive gut schmecken soll und deshalb stetig gut dosiert verfeinert werden muss. Am Ende der Versammlung wurde der alte Vorstand ohne Gegenstimme auch als neuer Vorstand wieder gewählt.