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Dieser Artikel wurde am 29. März 2006 um 03:30 Uhr in der Rubrik Kultur veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

“Marylin reloaded + friends”

Caroline Schwarz Schönheit und Ästhetik hat einen Namen

Gross Schoritz (apf). Das Ernst-Moritz-Arndt-Haus in Groß Schoritz zeigt seit vergangenem Samstag in einem seiner Ausstellungsräume Junge Kunst der Wismarer Nachwuchs-Fotografin Caroline Schwarz. "Marylin reloaded + friends" ist Titel der 17 Arbeiten, die aus einem spielerischen Experiment vor und hinter der Kamera entstanden und zu einer Hommage an Schönheit und Ästhetik zusammenwuchsen, die sich in jedem Gesicht versteckt halten. Entstanden sind vor allem intensive Porträtarbeiten, die sich durch eine jugendlich frische Sichtweise auszeichnen und dem Betrachter viel Spielraum bieten, das eigene ästhetische Empfinden um eine kreative Seite zu erweitern.

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Junge Kunst: Caroline Schwarz (li.) aus Wismar stellt im Ernst-Moritz-Arndt-Haus in Groß Schoritz 17 außergewöhnliche Ansichten zu Ästhetik und Schönheit aus. Foto: Pfaffe

"Als Caroline mich vor drei Wochen bat, ein paar Worte auf ihrer Ausstellungseröffnung zu sprechen, war ich es, die zunächst zu bedenken gab: Schatz, meinst du nicht, dass das irgendwie komisch ist, wenn ich, als deine Mutter, über dich, als meine Tochter ... Wir haben dann gemeinsam befunden, dass es tatsächlich äußerst ungewöhnlich ist und genau deshalb bekam die Idee schließlich den Zuschlag. Es ist Caros erste Vernissage. Weitere werden folgen, da bin ich ganz sicher. Und dass ich es in zehn Jahren auch noch auf die Laudatoren-Liste schaffe, ist eher unwahrscheinlich. Da habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt", so die Journalistin und Mutter Ina zur Ausstellungseröffnung.

Selbstbewußt und dennoch bescheiden tritt die in Stralsund geborene 16-jährige Caroline ihren Gästen gegenüber auf. Kalte Hände beim beglückwünschenden Druck lassen ihre Nervosität erkennen. Schließlich ist es ihre erste Vernissage, die möglicherweise einen neuen Abschnitt ihres Lebens markieren wird. Ihre Liebe zur Kunst, zu Ausdruck und Ästhetik wurden vor allem durch eine zehnjährige klassische Ballettausbildung und die Arbeit bei dem Maler und Fotografen Manfred W. Jürgens aus Wismar, wo sie selbst als Model vor Staffelei und Kamera stand, geprägt. Sich selbst beweisen, die eigene Sicht auf die Dinge darstellen und ein neues Gefühl für das Ausdrucksstarke finden mögen die Motive für das Entstehen der Arbeiten gewesen sein, die in der Tat Neugierde, Offenheit, Experimentierfreude unter Beweis stellen. Aufgeregt waren aber auch die drei anwesenden Damen, die auf den Arbeiten zu sehen sind. Jette Schwarz, Mary Winkelmann und Romy Peschel. Als Protagonistinnen und Freundinnen von Caroline hatt sie wesentlichen Anteil an dieser Premiere. Vor der Kamera setzten sie schließlich um, was dahinter an Ideen, Bildern und Phantasien im Kopf der Fotografin auf Lauer lag. Man darf gespannt sein, was von Caroline Schwarz mit ihrer Art der künstlerischen Fotografie künftig in Szene gesetzt wird. Jedenfalls lassen die ersten der Öffentlichkeit vorgestellten Bilder noch Großes erahnen. Sehr zum Gelingen der Ausstellung hat Sven Wichert und die Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft beigetragen. Als guter Beleg dafür, Junger Kunst eine Chance zu bieten.