Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 23. Mai 2007 um 06:02 Uhr in der Rubrik Titelthema veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Marina Sassnitz wird im Juli rekonstruiert

Bellamer Bootsstegbau GmbH errichtet schwimmende Liegeplätze

Von Andreas Pfaffe

Sassnitz. Der Sassnitzer Stadthafen wird noch in diesem Sommer ein attraktives Angebot für Segler und Yachten erhalten. Das war von Sergej Kalnitsky und Anton Zakharov von der Bellamer Bootsstegbau GmbH zu erfahren. Das Unternehmen Bellamer Bootsstegbau GmbH wurde von der Muttergesellschaft Bellamer Oy (Finnland) speziell für die Realisierung der Entwicklungsprojekte in Deutschland im Mai 2005 gegründet. Bellamer Oy hat sich seit seiner Gründung 1991 als Qualitätsführer bezüglich innovativer und zugleich individueller Lösungen zur Errichtung von Marinas entwickelt und verfügt über Niederlassungen und Kooperationspartner auch in Schweden, Frankreich, Belgien, Russland, Estland und auf Malta. Neben der Errichtung von Marinas zählt der Yachtbau und das Management von großen Regatten zum Leistungsangebot.

Bild

So wird es künftig auch im Sassnitzer Stadthafen aussehen, wenn die Bellamer Bootsstegbau GmbH die Marina rekonstruiert hat. Foto: Bellamer

Die vorbereitenden Arbeiten für die wasserseitige Montage der Marina sind abgeschlossen, so Sergej Kalnitsky, der auch darauf verweist, dass man damit bereits viel früher beginnen wollte. Doch nachdem sich Wetterbedingungen verschlechtert haben, sich der Bau einer speziellen Arbeitsplattform verspätet hat und auch die Holzbeläge für die Piers noch in Arbeit waren, musste man sich zeitlich umorientieren. Denn auch die Visa der für die Spezialisten aus St. Petersburg (Russland) mussten neu beantragt werden. Diese werden ab Juni die Montage der einzelnen Pontons mittels einer speziellen Arbeitsplattform, der eigens für die Marina Sassnitz entwickelt wurde, realisieren. Insgesamt 28 Pontons mit einer Größe von 10 mal 2,50 Metern und einem Gewicht von 12 Tonnen wurden bereits von St. Petersburg nach Mukran geliefert.

Von dort werden die Pontons nach Sassnitz gebracht, um hier am Bestimmungsort der künftigen Bootsliegeplätze in der Marina mittels Ankerplatten und Ankerketten, die bereits vor Ort lagern, eingebaut zu werden. Insgesamt werden so 180 Liegeplätze zwischen Brücke 1 und Brücke 3 entstehen, weitere in der Zukunft an der Außenmole. Landseitig ist die Versorgung mit Strom und Wasser bereits vorbereitet, so Anton Zakharov. Bellamer habe zudem finanzielle Mittel bereitgestellt, dass die vorhandenen Sanitäreinrichtungen für den Marinabetrieb aufbereitet wurden. Diese werden als Zwischenlösung bis nach Errichtung des Servicegebäudes genutzt, für das Bellamer ein landseitiges Grundstück von 900 Quadratmetern bereits erworben hat. Wann Baubeginn für diese Einrichtung sein wird, ist jetzt schwer abzuschätzen, da wir noch nicht vollkommen Klarheit über die notwendige Größe des Objektes haben, so Sergej Kalnitsky.

Über die bisherige Verzögerung des Fortganges beim Bau der Marina Sassnitz ist Anton Zakharov alles andere als erfreut. Übergangsweise hat Bellamer mit der Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft einen Dienstleistungsvertrag geschlossen, dass diese an den bisherigen Anlagen, so auch im Bereich der Außenmole, Liegeplätze vergeben kann. Doch spätestens dann, wenn die Regatta Baltic Sprint Cup am 21. und 22. Juli in Sassnitz Station macht, wird die Marina Sassnitz im Stadthafen innovativer und praktischer Ort des maritimen Treffens sein, ist sich Anton Zakharov sicher. Denn diese Regatta von Kopenhagen über Sassnitz, Gdansk, Klaipeda und Ventspils folgt dem neuen Interesse der Wassersportler, Neues zu erkunden. Die strategischen Pläne der Bellamer Bootsstegbau GmbH gründen sich übrigens genau darauf: eine Marinakette entlang der populären Reiserouten zu entwickeln, um Servicedienste in hoher Qualität anzubieten sowie neue Gastkundschaft im Marinanetz während der Saison auf sich zu lenken. Sassnitz wird dabei als wichtiger Standort für Yacht- und Segelreisen von West- nach Ost- und Nordeuropa eine zentrale Rolle zukommen.