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Dieser Artikel wurde am 16. Mai 2007 um 05:57 Uhr in der Rubrik Titelthema veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Licht und Schatten einer Insel-Perle

Sassnitzer Stadthafen hat sich mächtig gemausert - viele Tagesaufgaben noch zu lösen

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Mitte Juli wird die Fußgängerbrücke von der Stadt in den Hafen offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Foto: Pfaffe

Von Andreas Pfaffe

Sassnitz. Der Sassnitzer Stadthafen ist ohne Zweifel eine Perle unter den touristischen Angeboten auf der Insel Rügen. Dafür wurden in den zurückliegenden Jahren durch die den Hafen betreibende Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HBEG) im gemeinsamen Bestreben mit der Stadt und privaten Investoren umfangreiche Anstrengungen unternommen. Letztlich ist der Bau der Fußgängerbrücke und des RügenPlatzes als Verbindung von der Stadt in den Hafen, trotz aller Diskussionen mit Für und Wider, ähnlich wie seinerzeit bei der Errichtung der RügenGalerie als modernes Einkaufs- und Kommunikationszentrum der Stadt, eine konkrete Maßnahme, die Attraktivität des Stadthafens Sassnitz im Ensemble der Hafenstadt weiter zu stabilisieren. Auch die Modernisierung des einstigen Glasbahnhofes durch Scandlines, der heute das Museum für Unterwasserarchäologie und künftig ein modernes Hafencafe beherbergt und auch die stetige Neuansiedlung weiterer Unternehmen im Hafen sind geeignete Maßnahmen hierfür.

Panta Rhei, alles ist im Fluss begriffen. Die Zeit ist also nicht stehen geblieben im Sassnitzer Hafen. Oder doch?

Jedenfalls gibt es neben der Mehrzahl positiver Entwicklungen auch Sorgen von Bürgern und Unternehmern aus der Hafenstadt, die darauf abzielen, die seit der Wende erreichte positive Entwicklung nicht durch kurzsichtige Entscheidungen zu gefährden.

Beispielsweise brachte Matthias Müller als sachkundiger Einwohner im Bauausschuss auf der letzten Sitzung in der vergangenen Woche seine Bedenken zum Ausdruck, dass der Fortgang der Dinge um den Bau der geplanten Marina nicht befriedigen kann. Nichts passiert und selbst als Einheimischer bekommt man im eigenen Hafen keinen Liegeplatz mehr, moniert er die derzeitige Situation. Zwei Jahre hätten die Investoren der künftigen Marina Zeit, diese zu errichten. So sehe es der geschlossene Vertrag mit der Stadt vor, war aus dem Hafen dazu zu erfahren.

Doch auch hausgemachte Probleme stehen in der Diskussion. Beispielsweise kritisiert Gastronom Karl-Friedrich Lindmayer die Tatsache, dass die Sassnitzer Ostmole auf dem westlichen Teilstück ab dem Liegeplatz MS Manfred bis zum Molenkopf nur noch ausgedünnt beleuchtet ist, um Kosten zu sparen. Auch deshalb, weil dieser Teil bei Dunkelheit nicht benutzt werden würde, heißt es dazu aus der HBEG. Ein Trugschluss, so Lindmayer, der besonders auch werbende Effekte einer im Licht erstrahlenden längsten Außenmole Europas für die Beleuchtung heranführt.

Mit einem besonderen Problem sehen sich derzeit die Reeder im Ausflugsverkehr konfrontiert, die für ihre Schiffe an der Außenmole einen Liegeplatz erhalten haben. Dort gilt, wie im gesamten Hafen, die Hafennutzungsordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. August 2002. Diese besagt, dass Landfahrzeuge die Mole zum Zweck der Schiffsversorgung ausschließlich in der Zeit von 6 bis 9 Uhr befahren dürfen. Bis vor kurzem wurde dieser Regelung keine Bedeutung geschenkt. Doch nun verhindert ein Poller das Befahren der Mole außerhalb dieser Zeiten. Schildbürgerhaft wird derzeit über den Fahrweg hinter der Mole, mittels Leiter und unter Überwindung eines Höhenunterschiedes von bis zu drei Metern, die notwendige Versorgung außerhalb dieser Zeiten realisiert. Lieferungen vor 6 Uhr werden durch Lieferanten am Molenfuß deponiert. Siegfried Adelsberger, Geschäftsführer der HBEG, erklärte hierzu gegenüber unserer Zeitung, dass an die Stadtvertretung ein diesbezüglicher Antrag gereicht wurde, die Hafennutzungsordnung so zu verändern, dass die Schiffsversorgung künftig von 6 bis 10 Uhr und am Abend noch einmal von 18 bis 19 Uhr möglich wird.

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