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Dieser Artikel wurde am 12. April 2006 um 03:40 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Leistungsbilanz des Kreisjagdverbandes Rügen e.V.

Annäherung an den geplanten Zielbestand beim Dammwild / Bejagung des Schwarzwildes besonders brisant Rügen (ur). Im RÜGANER ANZEIGER der vergangenen Woche wurde über die Delegiertenkonferenz des Kreisjagdverbandes Rügen e.V. berichtet. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der Interessenwahrnehmung der Jäger durch den Kreis- und Landesjagdverband. Dass die im Kreisjagdverband organisierten Jäger dabei mit ihrem alten Vorstand zufrieden sind, zeigte sich als sie diesen ohne Gegenstimme auch als ihren neuen Vorstand wieder wählten. Über diese Rückenstärkung konnte sich auch Dr. Peter Jungmann als Vorsitzender des Kreisjagdverbandes freuen.

Zur Leistungsbilanz der Jäger hatte er in seinem Rechenschaftsbericht u.a. erklärt: Als anerkannter Naturschutzverband gibt es für uns sowieso überhaupt keinen Grund als Jäger, unser Licht unter den Scheffel zu stellen. Wie sehr wir Jäger zum Beispiel für den Erhalt und den Schutz der Natur Zeit und auch Geld opfern, geht eindeutig aus den Analysen der Leistungsbilanzen der Hegeringe, die auch alle Hegering-Leiter eingereicht haben, hervor. Zum Beispiel geht aus den Analysen hervor, dass im Kreis per 31.12.2005 über 14.000 Gehölze verschiedenster Art gepflanzt wurden, oder dass durch alle Hegeringe Müllberäumung in unseren Wäldern von den Jägern durchgeführt wurden, oder dass wir 333 Stück Schalenwild als Fallwild im Straßenverkehr beräumt haben, usw.. Natürlich auf unsere Kosten unter Einsatz eigener Mittel! Weitere Leistungen der Jäger für die Allge-meinheit ließen sich anfügen und in einer Welt mit unterschiedlichen Interessen gibt es natürlich auch Konfliktpotential. Dazu sagte Dr. Jungmann: Dass es mitunter Konfliktpunkte gibt, bestreite ich nicht. Konfliktpunkte wird es immer geben, wichtig ist nur, wie wir damit gemeinsam umgehen. Als jagdpolitisch besonders brisantes Thema benannte er die Bejagung des Schwarzwildes. Hier sei man mit der jetzigen Form oder Art der Bejagung ... in einer Sackgasse angekommen. Dabei verwies er darauf, dass 80 Prozent aller Wildschäden ... durch Sauen verursacht werden. Dass eine gute Arbeit auch gute Erfolge bringt verdeutlichte er am Beispiel des Damwildes: Hier sind wir einen großen Schritt weiter gekommen! Vor noch nicht allzu langer Zeit haten wir Sorge, dass uns ... der Zuwachs beim Dammwild aus der Bahn werfen würde. Inzwischen haben genauere Übersichten über den wahrscheinlichen Wildbestand zu veränderten Abschussgrößen geführt und ich bin guter Hoffnung, dass wir uns dem geplanten Zielbestand ... in absehbarer Zeit nähern werden. Aufpassen müsen wir nach wie vor auf den Rotwildbestand, sollte uns hier nicht gleiches widerfahren wie bei dem Dammwild. Den neu im Kreis tätig gewordenen Eigenjagdbesitzern bot er zu einer zukünftigen gemeinsamen jagdlichen Zusammenarbeit, nochmals die Bereitschaft des Kreisjagdverbandes Rügen an.