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Dieser Artikel wurde am 17. November 2010 um 06:30 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Landtags-Direktkandidaten bei der CDU nominiert

Udo Timm und Burkhard Lenz gehen für die Rügen Union am 4. September 2011 ins Wahlrennen

Bergen auf Rügen (fm). Wahlkrimi bei den Schwarzen - Nominierungsparteitag bei der Rügener CDU! Großer Andrang am letzten Sonnabend im „Park-Hotel Rügen“. Immerhin fast 120 Parteimitglieder aus allen Regionen der Insel strömen zu den beiden Wahlkreismitgliederversammlungen. An diesem Vormittag sind die beiden Direktkandidaten für die Landtagswahlen am 4. September 2011 zu bestimmen.

Im Wahlkreis 33 (Rügen I) sind drei potenzielle Kandidaten im Vorfeld des Urnengangs bekannt. Amtsinhaber Udo Timm, der erneut kandidieren will. Sein schärfster Konkurrent ist der Bergener Fraktionsführer der CDU/FDP-Fraktion im Stadtrat, Axel Thiede. Dieser hatte bereits im Sommer seinen Anspruch öffentlich geltend gemacht. In einer „Probeabstimmung“ im Bergener Ortsverband unterlag er nach Informationen dieser Zeitung knapp gegen Timm. Spannung also garantiert! Als dritter Kandidat hatte sich kurz vor der Wahlkreismitgliederversammlung der Architekt Henning Stahl aus Altefähr ins Rennen geworfen. Immerhin 75 Parteimitglieder drängelten an diesem Vormittag in den Saal für die 33er-Veranstaltung. Es mussten sogar noch Stühle gebracht werden, da die vorhandenen nicht ausreichten.

Eine gewisse Spannung lag auch für die Veranstaltung im Wahlkreis 34 (Rügen II) in der Luft. Zwar war mit Burkhard Lenz aus Putbus ein einziger Kandidat auf Vorschlag der Putbusser und Sassnitzer CDU bekannt. Trotzdem wurde im Laufe der Sitzung eine kurzentschlossene Kandidatur nicht ausgeschlossen. Diese blieb allerdings bis Ende der Vorschlagsfrist aus.

Während die Vorstellung und Aussprache im 33er-Wahlkreis teilweise heftig und emotional geführt wurde, musste sich Lenz von seiner Basis harsche Kritik anhören. Besonders seine politischen Standpunkte zum einst geplanten Steinkohlekraftwerk in Lubmin und sein Abstimmungsverhalten im Landtag zur Kreisgebietsreform wurden im vorgeworfen.

Der Landtagsabgeordnete entschuldigte sich für sein Votum zur Kreisgebietsreform, obwohl im Vorfeld im Kreisvorstand eine Ablehnung seinerseits angekündigt wurde. Beim Kohlekraftwerk sah er hingegen eine Chance für das Land, einen Großinvestor ins Land zu holen, obwohl Nachteile für den Tourismus nicht auszuschließen waren. Lenz versprach, solch heikle Themen künftig stärker mit der Basis zu diskutieren. Er konnte sich im ersten Wahlgang mit 33 Ja-Stimmen klar durchsetzen. Immerhin neun Parteimitglieder verweigerten im allerdings die Stimme, bei einer Enthaltung. Im 33er-Wahlkreis war eine Stichwahl von vornherein klar. In der ersten Runde hatte Udo Timm mit 36 Stimmen die Nase vorn, gefolgt von Axel Thiede mit 26 Stimmen. Henning Stahl erhielt 13 Stimmen und schied aus. In der Stichwahl schaffte es Politfuchs Timm, einen Beweis seines „Schwergewichts“ abzuliefern. Alle 13 Stimmen von Stahl gingen auf sein Konto und sogar noch zwei Stimmen von Thiede wechselten, so dass er mit 51 zu 24 Stimmen den Wahlgang für sich entscheiden konnte.

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