Landrätin Kassner hebt Katastrophenfall auf
Bergen auf Rügen (cs). Landrätin Kerstin Kassner wird am Dienstag, 14. März 2006, um 10:00 Uhr den Katastrophenfall für Rügen aufheben. „Die Situation hat sich entspannt. Wir haben bei der Bekämpfung der Vogelgrippe alle erforderlichen Maßnahmen umgesetzt. Es ist uns gelungen, so gut wie alle toten Wildvögel an Land einzusammeln und ein Übergreifen des H5N1-Virus auf Hausgeflügelbestände zu verhindern“, sagte Kerstin Kassner.
Der Katastrophenfall war am Abend des 19. Februar 2006 festgestellt worden. Zu jener Zeit war der Landkreis nicht mehr in der Lage, mit seinen eigenen Kräften die massenhaft anfallenden toten Wildvögel zu beseitigen. Die Anzahl der Tiere erhöhte sich stündlich. Nach dem Ausrufen der Katastrophe war es möglich, größere Unterstützung von Bund und Land zu erhalten. An den folgenden Tagen waren mehr als 700 Kräfte gleichzeitig auf der Insel im Einsatz, darunter Soldaten der Bundeswehr, Kameraden des THW, der freiwilligen Feuerwehren und der Katastrophenschutzeinheiten, Mitarbeiter von Polizei, Verwaltungen und der Bildungs- und Beschäftigungsgesellschaft. Mehr als 3.700 Wildvögel sind bislang eingesammelt worden.
Der Katastrophenstab des Landkreises hat am Montag Abend vorerst zum letzten Mal beraten. Aktuelle Lagebesprechungen wird es künftig dennoch geben, und zwar im Tierseuchenkrisenstab. Hier werden von nun an alle notwendigen Maßnahmen zur weiteren Bekämpfung der Vogelgrippe auf Rügen koordiniert und eingeleitet.
Auch nach Beendigung des Katastrophenfalls bleibt Rügen bis auf weiteres Schutzzone. Das bedeutet auch, dass weiterhin alle bekannten Verhaltensregeln zu befolgen und die entsprechenden Schutzmaßnahmen zu realisieren sind.
Nach wie vor erfolgen Bestreifungen des Rügener Territoriums. Tote Wildvögel und andere verendete Tiere werden von Mitarbeitern der örtlichen Ordnungsämter und von Kameraden der freiwilligen Feuerwehren weiterhin eingesammelt, über das Veterinäramt zur Beprobung geschickt oder unschädlich entsorgt.
Während der letzten Zusammenkunft des Katastrophenstabes dankte Landrätin Kerstin Kassner allen, die in den vergangenen Wochen unermüdlich im Einsatz waren.
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