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Dieser Artikel wurde am 29. März 2006 um 11:49 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Landkreis lehnt Fußgängerzone in der Hauptstraße ab

Landrätin und Bauamtsleiter vor die Gemeindevertretung bestellt

Ostseebad Binz (gü). Der politische Wille der Gemeindevertretung, die Schmachter See-Straße und die Hauptstraße nach Abschluss der umfangreichen Sanierungsarbeiten als Fußgängerzone auszuweisen, sind vom Bauamt des Landkreises abgelehnt worden! In einem Schreiben vom 3. März teilt Landrätin Kerstin Kassner (Linkspartei.PDS) dem Binzer Bürgermeister Horst Schaumann (parteilos) zur beabsichtigten Teileinziehung der Schmachter See-Straße und der Hauptstraße als Fußgängerzone mit, dass dem Teil-einziehungsantrag derzeit nicht gefolgt werden kann. Die Straßenaufsichtsbehörde wird das Einziehungsverfahren nach 9 StrWG M-V nicht eröffnen. Eine Antwort, die die Gemeinde so nicht erwartet hätte, wie während der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am zurückliegenden Donnerstag seitens einiger Abgeordneter deutlich wurde.

Doch so einfach wollten die politischen Verantwortungsträger diese Antwort nicht hinnehmen. Landrätin Kassner und Bauamtsleiter Reiner Roloff wurden kurzerhand in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung eingeladen, um das Problem und die damit verbundene Rechtslage vor Ort zu besprechen. Bürgermeister Schaumann konnte auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigen, dass man sich gemeinsam mit der Landkreisverwaltung nochmals des Themas annehmen werde. Bei der geplanten Teileinziehung handelt es sich um rund 580 Meter der beiden Straßen. Nach Abschluss des dritten Bauabschnitts in der oberen Hauptstraße (vermutlich zur Saison 2007 - Anm. d. Red.) sollte dieser Bereich als Fußgängerzone ausgewiesen werden. Damit wolle Binz den Charakter einer Bummel- und Flaniermeile in der Hauptstraße schaffen, wie es einst in der Beschlusslage zu lesen war. Derzeit arbeiten die Baufirmen mit Hochdruck an der Fertigstellung des zweiten Abschnitts. Da durch die langanhaltenden Witterungseinflüsse des Winters das Projekt in Zeitverzug geraten ist, wird der Baubetrieb in der Zeit vom 2. bis 9. April zusätzliche Arbeitszeiten einlegen, wie Bürgermeister Schaumann während der Sitzung informierte. Die Pflasterarbeiten des Gehweges auf der Südseite erfolgen in einem beheizbaren Zelt. Die Pflasterung auf der Nordseite soll sich zeitnah anschließen, wie es hieß.

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