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Dieser Artikel wurde am 27. September 2006 um 03:45 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Landesstraße Sehlen nicht tragbar

Offener Brief an die Rügener Landtagsabgeordneten

Sehlen (apf/RA). In einem offenen Brief wendet sich Manfred Keller, Bürgermeister der Gemeinde Sehlen, an die Rügener Landtagsabgeordneten in der Hoffnung auf Unterstützung. Datin heißt es: Ich möchte Ihnen meine herzlichsten Grüße zur gewonnenen Wahl in den Landtag von M-V übermitteln. Für die nächsten fünf Jahre wünsche ich Ihnen alle Kraft und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und der Erfüllung Ihrer selbst gestellten Ziele. "Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit wahrnehmen und mich mit folgender Bitte an Sie wenden: Der Straßenzustand in der Gemeinde Sehlen ist Ihnen bekannt und läßt nach wie vor stark zu wünschen übrig. In Sehlen haben sich in den letzten acht Jahren mehr als 400 Einwohner angesiedelt. Auch in der Hoffnung und im Vertrauen, dass die Dorfstraße kurzfristig saniert wird. Die Straße wurde 1911 ausgebaut und diente hauptsächlich dem Verkehr mit Pferdefuhrwerken. Sicher werden Sie sagen, das ist doch schön, so etwas Historisches hat doch nicht jeder. Ich würde Ihnen auch dahingehend Recht geben, wenn nicht folgende Situation eingetreten wäre."

"Sehr geehrte Frau Peters, sehr geehrte Frau Dr. Linke, sehr geehrter Herr Lenz, sehr geehrter Herr Timm, sehr geehrter Herr Leonhard, heute wende ich mich an Sie mit der Bitte um Unterstützung bei der Durchsetzung der Straßenbaumaßnahmen (es handelt sich um eine Landesstraße). 1998 stand der Straßenausbau Sehlen auf dem Plan. 2000 stand der Ausbau des zentralen Abwassernetzes in der Ortslage auf dem Plan und wurde auch termingerecht ausgeführt. Aus diesem Grunde hat die Gemeinde Sehlen auf die Durchführung des Straßenbaus 1998 verzichtet mit der Maßgabe, den Straßenbau im Anschluss an die Maßnahme des Zweckverbandes, also im Jahre 2002, durchzuführen. Der Hintergrund war einfach nur keine unsinnigen Kosten zu produzieren, die sich letztendlich auf den Bürger niederschlagen. Das hatte natürlich zur Folge, dass einige Kompromisse eingegangen wurden. So wurden die beschädigten Bordsteine nicht erneuert und die Dorfstraße hat seit dem eine halbseitige Pflasterung und eine halbseitige Asphaltierung. Auf Aufforderung des Straßenbauamtes wurde von der Gemeinde im Jahr 2000 ein Planungsentwurf geschaffen und zur weiteren Verwendung beim Straßenbauamt eingereicht. Gespräche mit der Landrätin, mit dem Straßenbauamt, mit dem Ministerium und auch mit Landtagsabgeordneten führten zu keinem zufrieden stellenden Ergebnis. Nun haben wir es aber mittlerweile Ende 2006 und immer noch keine amtliche Zusage mit Ausführungstermin. Die Gemeinde braucht wenigstens drei Jahre Planungsvorlauf, um auch entsprechende Sicherheiten zu schaffen. Vom Straßenbauamt erhielt ich lediglich die Mitteilung, dass der Straßenausbau unter Umständen 2009 kommen könnte. Also wieder nicht klares. Ich weiß nicht, warum die Bürger der Gemeinde solche Art und Weise einfach hinnehmen müssen, zumal ich im Sinne der damals schon unerlässlichen Sparpolitik, die ja auch heute das Maß der Dinge ist, gehandelt habe. Sehr geehrte Abgeordnete, stellen Sie bitte in Schwerin klar, dass das Land endlich mal die Verantwortung übernehmen muss und diese Situation nicht mehr zum Lachen ist. Diese Straße ist nicht nur für die Anwohner der Gemeinde wichtig sondern auch für den Kreis Rügen als touristische Strecke."