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Dieser Artikel wurde am 26. Juli 2006 um 03:22 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Landesspitzenkandidat Jürgen Seidel besuchte Rügen

Wirtschaftsrat und CDU-Kreisverband luden ein - Leitbild Rügen als nächste Aufgabe

Bergen auf Rügen (tw). Auf Initiative des Wirtschaftsrates der CDU besuchte CDU-Landesspitzenkandidat Jürgen Seidel jetzt die Insel Rügen. Auf der mit rund 70 Anwesenden gut besuchten Veranstaltung am Rugard, die gemeinsam mit dem CDU-Kreisverband Rügen durchgeführt wurde, begrüßte Sektionssprecher Volker Boche die interessierten Gäste. Er nutzte die Gelegenheit, auf die Arbeitsschwerpunkte des Wirtschaftsrates aufmerksam zu machen. Die Erarbeitung eines Leitbildes für die Insel Rügen für alle Wirtschaftszweige stehe zur Zeit ganz oben an. Nur so können sinnvolle und nachhaltige Wirtschaftskreisläufe auf Rügen geschaffen werden. Dies gehe dann Hand in Hand mit der Schaffung sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze. Als weitere Schwerpunkte nannte Boche den Baubeginn der B96n, die Problematik der Alt-Wasseranschlussgebühren sowie die kommunale Vergabepraxis.

Jürgen Seidel griff dann auch das Thema B96n auf. Der Neubau der für Rügen so wichtigen Lebensader muss ohne wenn und aber kommen, so der Kandidat für den Ministerpräsidentenposten unter dem Beifall der Gäste. Seidel nannte seine programmatischen Schwerpunkte für den Fall eines Wahlsieges am 17. September 2006. Oberstes Ziel sei die Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze im Lande. Nur so könne auch die Abwanderung gerade junger Menschen verhindert werden. Das Besinnen auf die eigenen Stärken in Mecklenburg-Vorpommern ließe dafür reelle Chancen zu. Die Nahrungs- und Lebensmittel verarbeitende Industrie nannte er hierfür ebenso wie Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus. Wir wollen keine Illusionen schaffen, die nicht umsetzbar sind. Unser Land hat aber tolle Menschen, mit denen wir noch viel erreichen können, so Seidel. Kritisch ging Seidel mit den jüngsten politischen Ereignissen um. Man kann zu Präsident Bush stehen wie man will. Aber so begrüßt man keine Gäste, sagte Seidel in Bezug auf Ministerpräsident Ringstorff und seinen Stellvertreter Methling. Die Bildern von Protesten gegen den Präsidenten gingen um die Welt und haben das Image unseres Landes nicht gerade verbessert, sagte der 58-jährige. Auch das Thema Strukturreform griff Seidel auf. Eine Reform muss von unten nach oben umgesetzt werden und nicht umgekehrt. Sachsen-Anhalt hat das eindrucksvoll bewiesen. Den Abbau von Verwaltungsvorschriften sowie das Abschaffen des Verbandsklagerechts nannte er als Maßnahmen für seinen Wahlsieg. Jürgen Seidel forderte die Anwesenden auf, die Rüganer zum Wahlgang zu überzeugen. Nur wenn wir unsere Truppen mobilisieren, haben wir eine Chance auf den Regierungswechsel, so Seidel abschließend.