Land ist für Werden der B 96n gefordert
Neujahrsempfang der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) in ihrem Wahlkreis
Von Andreas Pfaffe
Rügen/Stralsund. Großer Bahnhof am vergangenen Freitag in der Alten Brauerei in Stralsund. Pünktlich um 19 Uhr betrat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den mit rund 300 geladenen Gästen gefüllten Saal unter starkem Beifall. Grund dafür war der traditionelle Neujahrsempfang der CDU, den sie als gute Tradition alljährlich in ihrem Wahlkreis durchführt. Viele Parteifreunde und Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren gekommen, so auch Stralsunds Oberbürgermeister Harald Lastovka (CDU), CDU-Bundestagsabgeordneter Eckhardt Rehberg, der Intendanten der Störtebeker Festspiele Ralswiek, Peter Hick, oder auch Klaus Peper, Geschäftsführer der Neuen Rügenfisch GmbH & Co. Fischwerke KG, um nur einige zu nennen.
Harald Lastovka begrüßte die Kanzlerin mit den Worten: Du schaffst durch deine Arbeit Vertrauen. Deine Ankündigungen werden kurzfristig realisiert. Und er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich mit ihrer Regierungsübernahme eine positive Stimmung im Land, so auch in ihrem Wahlkreis, ausbreite. Ein Beispiel sei hierfür der Fortgang der Arbeiten an der neuen Rügenbrücke. Die Urlauber werden künftig nicht mehr im Stau stehen, so Lastovka. Dieser Satz sorgte allerdings für Gelächter im Saal, welches sich Stralsunds Oberhaupt nicht erklären konnte. Angela Merkel half ihm da auf die Sprünge: Es ist im Wahlkreis an verschiedenen Stellen voran gegangen. Harald Lastovka hat eben nicht verstanden, warum gelacht wurde. Die Sache mit der Brücke ist ja richtig, es ergreift nur die Menschen die Sorge, dass in Altefähr der Stau dann doch noch kommt. Und insofern müssen wir hier mit der DEGES und mit allen, die dafür Verantwortung tragen, noch hart arbeiten. Die Voraussetzung dafür muss erst einmal jetzt sein, dass das Land die entsprechenden FFH-Gebiete meldet, dass dann endlich die Prozeduren der Umweltverträglichkeitsprüfung auch abgearbeitet werden können. Aber wichtig ist vor allem, dass es erst mal vorangeht und ich hoffe, dass die neue Landesregierung dafür auch ein Garant ist, jedenfalls dass gerade auch die CDU-Vertreter sich dafür einsetzen werden, so die Aufforderung der Kanzlerin, zum Werden der B 96n beizutragen.
Neben der Darstellung der erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung in ihrer Amtszeit verwies Dr. Angela Merkel aber auch darauf, dass trotz guter Entwicklung die Differenzen im Land immer deutlicher sichtbar werden. Einerseits gibt es Regionen mit nahezu Vollbeschäftigung, wie beispielsweise um München, andererseits Regionen mit zunehmender Arbeitslosigkeit und Abwanderung besonders der jungen Menschen. Diesem Umstand müsse man Einhalt gebieten. Das wird mich, auch in meinem Wahlkreis, weiter beschäftigen, dass wir alle Regionen in Deutschland am wirtschaftlichen Wachstum teilnehmen lassen, erklärte sie eine innenpolitische Aufgabe der Zukunft. Sanieren-Reformieren-Investieren sei dabei ein Programm als Gratwanderung, welches auch eine Reihe von Beschwerden mit sich gebracht habe. So durch die Mehrwertsteuererhöhung oder auch die Streichung von Steuervergünstigungen. Doch insgesamt wurde damit erreicht, einen besseren Bundeshaushalt mit weniger Schulden zu schaffen. Und das sei ein auf die Zukunft gerichteter Erfolg.
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