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Dieser Artikel wurde am 10. Juni 2009 um 03:40 Uhr in der Rubrik Kultur veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

KulturStiftung

Neue Ausstellung im Jagdschloss

Jagdschloss Granitz (ur). Eigentlich sollte es in diesem Jahr keine Ausstellungen der KulturStiftung Rügen im Jagdschloss Granitz mehr geben. Aber die Umsetzung der neuen Ausstellungskonzeption der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern verzögert sich. Dank dessen ist seit Sonntag noch einmal eine empfehlenswerte Ausstellung der KulturStiftung Rügen im Jagdschloss zu sehen. „Dieter Goltzsche / Aquarelle und Lithographien“ ist ihr Titel.

Schon bald nach der Ausstellungseröffnung waren einige der Bilder des Künstlers mit einem roten Punkt versehen; sie hatten also nicht nur Liebhaber, sondern auch Käufer gefunden. Das herrlich anzuschauende „Farblitho / Aquarell“ mit dem Bildtitel „Lob der Faulheit“ gehörte dazu. Bevor sich der Käufer von der Insel Rügen mit dem Bild daheim richtig entspannen kann, können Sie es noch bei einem Besuch der Ausstellung bis zum 12. Juli tun. Darüber hinaus sorgt Dieter Goltzsches Ausstellung offensichtlich für die richtige Abwechslung im Jagdschloss Granitz. Oder wie erklären Sie sich die Reaktion eines Besuchers, der bei seinem Rundgang durch das Jagdschloss nach der Ausstellungseröffnung auch die Goltzsche-Ausstellung sah und dann spontan sagte: „Das war eine richtige Erholung nach all den Geweihen...“

Walter G. Goes, künstlerischer Mitarbeiter der KulturStiftung Rügen, hatte zuvor bei der Ausstellungseröffnung u.a. gesagt, dass in den Arbeiten Dieter Goltzsches eine Lebendigkeit wohnt, über die man sich freuen sollte, „weil es sie zum Glück, in diesen umdüsterten Zeiten noch gibt“.

Rückblickend auf den Entwicklungsweg des Künstlers und dessen Besonderheiten sagte Walter G. Goes bei der Ausstellungseröffnung: „...Der in Dresden 1934 geborene Dieter Goltzsche studierte von 1952 bis 1957 an der Hochschule für Bildende Künste bei den Professoren Hans Theo Richter und Max Schwimmer. Im Spannungsfeld beider hat sich Goltzsche souverän und früh separiert und auf eine originäre, faszinierende Art weiterentwickelt. Einer sich an Virtuosität emporrankenden Werkauffassung hat sich Dieter Goltzsche immer verweigert. Richter mag ihn diszipliniert haben, Schwimmer dürfte das spontane, erlebnishafte Arbeiten gefördert haben. Goltzsches Werk, auch die zugegeben kleine, hier vorliegende, sich beschränken müssende, von ihm selbst getroffene Kabinettauswahl von rund 40 Aquarellen und Lithographien aus zurückliegenden 15 Jahren, ist immer offen für Weiterungen im Nachdenken und Mitfühlen, überrascht durch Skurrilität und köstlichem Erfindungsreichtum... Möge diese kleine Kabinettausstellung, die bis Mitte Juli zu besichtigen sein wird, Ihnen ALLEN allergrößte Freude bereiten.“ Wer als Einheimischer die Dauerausstellungen im Jagdschloss kennt, hat mit der jetzigen Ausstellung der KulturStiftung Rügen einen Anlass, das Schloss mal wieder zu besuchen. Wer es noch nicht kennt und jetzt als Urlauber auf Rügen ist, der sollte das Jagdschloss mit seinen Ausstellungen und der Aussichtsplattform unbedingt erleben.

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