Kreistagsmitglieder informierten sich auf Baustelle
Bauarbeiten an der Jugendherberge in Prora laufen auf Hochtouren
Prora (cs). „Wir sind optimistisch, dass die Jugendherberge Prora zum 30. Juni 2011 fertig gestellt wird. Wir setzen alles daran, diesen Termin zu halten“, erklärte Landrätin Kerstin Kassner (DIE LINKE) bei einer kürzlichen Begehung der Baustelle, zu der sie Mitglieder des Kreistages eingeladen hatte. Die Politiker waren angetan von der größten Baustelle des Landkreises. Sie konnten sich vor Ort, im Block V in Prora, vom Baufortschritt überzeugen. Immerhin 15 Firmen arbeiten zur Zeit an dem 16-Millionen-Euro-Projekt, das von der EU, dem Bund, dem Land und dem Deutschen Jugendherbergswerk finanziert wird.
Unter anderem werden gegenwärtig die Fenster eingebaut. 840 sind es insgesamt, etwa die Hälfte ist drin. „Eigentlich sollte der Fenstereinbau schon abgeschlossen sein. Aber die Hersteller-Firma hatte Probleme, die Lieferung verzögerte sich. Dadurch hinken wir dem Zeitplan bei dieser Leistung etwa acht Wochen hinterher“, berichtet Bauamtsleiter Rainer Roloff, der in der Kreisverwaltung den Hut auf hat in Sachen Jugendherberge Prora. Trotzdem rechnet auch er mit der Einhaltung des geplanten Fertigstellungstermins, denn jetzt laufen die vielen verschiedenen Arbeiten auf Hochtouren. Sanitär- und Lüftungsarbeiten, Heizungs- und Elektroarbeiten, Trockenbau, Gussasphalt . . . Bei einem Gang durch das historische Gebäude kann man sich mittlerweile gut vorstellen, wie das künftige Domizil für die rund 400 Gäste, die hier untergebracht werden können, aussehen soll. Vorgesehen sind insgesamt 18 Zwei-Bett-Zimmer, 51 Vier-Bett-Zimmer und 27 Sechs-Bett-Zimmer, über mehrere Etagen verteilt, alle mit Fenstern zur Seeseite und größtenteils mit eigenen Sanitäranlagen. Die Jugendherberge wird eine Großküche mit Speisesaal, eine Cafeteria und mehrere Projekträume für die Nutzung durch die Jugendlichen bekommen.
„Der Landkreis Rügen investiert viel Kraft und Zeit in dieses Projekt. Aber ich denke, es lohnt sich. Nach Jahrzehnten der militärischen Nutzung und des Leerstands entsteht in einem Teil von Block V eine moderne Jugendherberge. Mit ihr wird ein Stück des Gebäudes einer dauerhaften und zukunftsorientierten Nutzung zugeführt. Ein Gewinn für Prora und für ganz Rügen“, blickt Kerstin Kassner voraus.
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