Kreis-Kooperation wird ausgebaut
Neuer Landrat Ralf Drescher von Nordvorpommern bei Kerstin Kassner zu Gast
Bergen auf Rügen (cs). Ralf Drescher (CDU), neu gewählter Landrat des Landkreises Nordvorpommern, weilte am Mittwoch letzter Woche zu einem Antrittsbesuch bei seiner Rügener Amtskollegin Kerstin Kassner (DIE LINKE) im Landratsamt. Die Verwaltungsoberhäupter beider Kreise, die sich bereits aus der Zeit im Aufbaustab für den vom Land favorisierten Großkreis Rügen - Stralsund - Nordvorpommern kennen, werden die Zusammenarbeit zwischen ihren Gebietkörperschaften ausbauen.
„Wir wollen die Verwaltungsarbeit effizienter und kostengünstiger gestalten. Dies können wir unter anderem durch den Ausbau der Kooperation mit den Nachbargebietskörperschaften“, waren sich Landrätin und Landrat einig. Während für Kerstin Kassner nach wie vor die Eigenständigkeit Rügens oberste Priorität hat und über allen gemeinsamen Aktivitäten steht, ist für Ralf Drescher ein potenzieller Großkreis nicht ausgeschlossen. Dennoch - die Kreisgebietsreform war für beide an diesem Tag kein Thema. Im Vordergrund stand die konkrete Zusammenarbeit. Dass da nicht lange geredet, sondern gehandelt wird, zeigt der Kooperationsvertrag zwischen Nordvorpommern und Rügen über den gemeinsamen Aufbau einer regionalen Geodateninfrastruktur. Der Kreistag Rügen hatte dem Papier noch vor der Sommerpause zugestimmt, in Nordvorpommern soll es im September auf der Tagesordnung stehen. Auch die Bildung einer gemeinsamen Leitstelle für Rügen, Stralsund und Nordvorpommern ist ein aktuelles Vorhaben.
Ralf Drescher schlug vor, bei künftigen Gesprächen zur Zusammenarbeit auch den Öffentlichen Personennahverkehr zu berücksichtigen. Auf seine Bitte hin wird Kerstin Kassner zudem die Mitgliedschaft Rügens in der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern im Inselparlament thematisieren.
Am Rande sprachen die Landräte auch über die Strukturen in ihren Verwaltungen und darüber, dass in den letzten Jahren viele Stellen eingespart worden sind. Einig waren sich Kassner und Drescher, dass jungen Leuten Ausbildungsmöglichkeiten in den Verwaltungen gegeben werden müssen, so beide Politiker.
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