Keine neuen Befunde bei Wildvögeln
Nutztierbestand weiterhin infektionsfrei
Schwerin/Rügen (RA). "Es gibt keine neuen positiven Befunde bei Wildvögeln im Land. Auch der Nutztierbestand verzeichnet weiterhin keine Infektion", so Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus auf der heutigen Pressekonferenz. In den Landkreisen wurden Geflügelbestände untersucht - allein auf Rügen erhöhte sich die Zahl auf 1.295 klinische Bestandsuntersuchungen. Dabei waren keinerlei Krankheitszeichen erkennbar. Die Zahl der H5N1-infizierten Wildvögel im Land beträgt weiterhin 121.
"Die seuchenhygienischen Maßnahmen laufen weiter wie bisher, und die entsprechenden Schutz- und Überwachungszonen werden aufrecht erhalten. Mit Hilfe der Bundeswehr, des THW sowie der Helfer von Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren wurden die verendeten Tiere schnell beseitigt", so der Minister. Gestern wurden auf Rügen in schwer zugänglichen Gebieten östlich von Ummanz Vögel eingesammelt, Eisflächen vor Vitte (Hiddensee) und der Tetzitzer See beräumt. Die Sammlung an Land wurde zunächst beendet; die Suche und Bergung konzentriert sich jetzt vorwiegend auf einzelne Bereiche im Wasser. Die Flugaufklärung wird auch in den kommenden Wochen beibehalten, um auf mögliche neue Entwicklungen schnell reagieren zu können.
"Die in der Bundesrepublik eingeleiteten Maßnahmen, insbesondere die Informationspolitik und die schnelle Untersuchung der Proben, sind vom Internationalen Tierseuchenamt in Paris (O.I.E.) ausdrücklich gelobt worden", erklärte der Landwirtschaftsminister.
Befragt zu den Kosten der Seuchenbekämpfungsmaßnahmen erklärte Backhaus: "Alle Kosten werden erfasst, die in Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die Vogelgrippe stehen. Wie sie zwischen Land, Landkreisen und Kommunen aufgeteilt werden, darüber werden wir uns im Anschluss an die Krise verständigen. Hier wird es auf jeden Fall eine faire Lösung geben", so der Landwirtschaftsminister.
Bereits in der vergangenen Woche, also vor dem ersten Nachweis des Vogelgrippe-Virus bei einer Katze in Deutschland, wurde damit begonnen Säugetiere wie Füchse, Katzen, Marderhunde und andere Kleinsäuger zu überwachen und auf H5N1 zu testen. Minister Backhaus: "Bund und Länder haben dieses umsichtige Verhalten in der heutigen Konferenz begrüßt und weitere Maßnahmen beschlossen: So soll in einer Eilverordnung des Bundes der Umgang mit empfänglichen Haustieren geregelt werden.
Ziel dieser Eilverordnung ist, vor allem Katzen von infizierten Vögeln fernzuhalten. Deshalb sollten sie in den Schutzzonen möglichst im Haus gehalten werden. Backhaus: "Katzenhalter, die auf Hygiene achten und ihre Tiere ordnungsgemäß versorgen, haben ein Infektionsrisiko nicht zu befürchten. Eine gezielte Bejagung von streunenden Katzen auf Rügen erfolgt nicht."
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