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Dieser Artikel wurde am 19. Februar 2006 um 08:33 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Katastrophenfall für Rügen

Vogelgrippe auf Rügen – aktueller Stand

Rügen (RA). Landrätin Kerstin Kassner hat heute um 19:30 Uhr den Katastrophenfall für Rügen festgestellt. „Der Landkreis ist nicht mehr in der Lage, mit seinen eigenen Kräften die toten Wildvögel zu beseitigen. Die Anzahl erhöht sich stündlich. Wir hoffen, dass wir mit Unterstützung von Bund und Land die schwierige Situation meistern,“ erklärte Kerstin Kassner.

Prophylaktisch wurde heute mit der Tötung besonders gefährdeter Hausgeflügelbestände auf Rügen begonnen. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bislang gibt es keinen positiven Befunde bei Hausgeflügel. Die Maßnahme wird bei den Beständen durchgesetzt, die sich in unmittelbarer Nähe zu infizierten Wildvögelpopulationen befinden.

Bei 18 weiteren Vögeln, die im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems untersucht wurden, ist ein positiver Befund (H5N1) festgestellt worden. Damit erhöht sich die Anzahl der infizierten Vögel auf insgesamt 59. Hauptsächlich handelt es sich um Schwäne, aber auch Kormorane, Gänse und ein Bussard sind dabei.

275 Helfer waren vor Ort im Einsatz. 96 Fahrzeuge standen zur Verfügung. Es wurden weiterhin tote Vögel gesichtet, geborgen und abtransportiert, Desinfektionsstrecken, u.a. am Rügendamm, und Absperrungen errichtet.

Sechs Teams mit je zwei Veterinären setzten die Überprüfungen und Beprobungen der Hausgeflügelbestände fort.