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Dieser Artikel wurde am 09. März 2006 um 11:46 Uhr in der Rubrik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Jetzt Steinmarder mit H5N1-Virus

Steinmarder aus Schaprode auf Rügen mit Influenza-Virus infiziert

Rügen (RA). Das Nationale Referenzlabor für Aviäre Influenza des Friedrich-Loeffler-Instituts auf dem Riems hat heute die Infektion eines Steinmarders mit dem H5N1-Virus bestätigt. Labortests hatten ein positives Ergebnis erbracht. "Die Untersuchungen zur Pathogenität des Virus laufen noch. Aussagen hierzu sind daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich", kommentierte der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei, Dr. Till Backhaus den vorliegenden Befund.

Das Tier stammt aus dem Gebiet "Wittower Fähre", dem auch die drei positiv getesteten Katzen zuzuordnen sind. Der Marder war am 2. März in Schaprode klinisch auffällig entdeckt worden. Ein Amtstierarzt hatte das sterbende Tier getötet und dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Rostock zur Untersuchung zugeführt. Soweit möglich wird dort noch abgeklärt, ob die Virus-Infektion ursächlich für den Tod des Tieres war.

Die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Säugetiere hat sich damit auf vier erhöht. Bei den infizierten Wildvögeln in Mecklenburg-Vorpommern ist es dagegen bei den bis gestern gemeldeten 151 geblieben, von denen allein 138 von Rügen stammen. Alle Tests bei Nutztieren verliefen weiter negativ. Untersucht wurden bisher 4.082 Proben von Wildvögeln und Nutzgeflügel sowie 96 Proben von Säugetieren. "Der Nachweis einer H5N1-Infektion bei einer zweiten Säugetiergruppe ist nicht überraschend. Katzen und Marder haben ein vergleichbares Beutespektrum", sagte der Minister weiter. "Der Fall bestätigt uns in unserem konsequenten Handeln, alle Ausbreitungswege des Virus zu untersuchen." Bereits nach dem Bekanntwerden weiterer Fälle bei Katzen hatte der Minister gestern die Kommunen - insbesondere in den Schutzzonen - aufgefordert, die aktive Suche nach verendeten oder sichtbar erkrankten Katzen, Nagern und Raubsäugetieren zu verstärken.