Jasmunder Wälder sind Naturerbe
Wälder sind dritte Weltnaturerbestätte in Deutschland
Paris/Jasmund (DR). Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 35. Sitzung in Paris am zurückliegenden Freitag entschieden, die „Alten Buchenwälder Deutschlands“ in die Liste des Welterbes einzuschreiben. Darunter auch die Wälder des Nationalparks Jasmund! „Heute ist ein großer Tag für den Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt dazu Umweltminister Dr. Till Backhaus (SPD) in einer ersten Reaktion nach Bekanntgabe der Entscheidung.
„Unsere Buchenwälder stehen nun auf einer Stufe mit weltweit so bedeutenden Stätten wie dem Yellowstone Nationalpark, den Viktoria Wasserfällen und den Galapagos Inseln. Das ist ein großer Erfolg unserer Bemühungen für den Schutz der Buchenwälder im Land, die die natürliche Vegetation unseres Landes prägen.“ Anfang 2010 hat Deutschland die Aufnahme herausragender alter Buchenwälder in die prestigeträchtige Welterbeliste der UNESCO beantragt. Dabei handelt es sich um ausgewählte Waldflächen in fünf Schutzgebieten:
- Nationalpark Jasmund (Mecklenburg-Vorpommern)
- Serrahn im Müritz-Nationalpark (Mecklenburg-Vorpommern)
- Grumsin im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg)
- Nationalpark Hainich (Thüringen)
- Nationalpark Kellerwald-Edersee (Hessen).
Diese Gebiete repräsentieren die wertvollsten Relikte großflächiger naturbelassener Buchenwälder in Deutschland. Sie ergänzen hervorragend das seit dem Jahr 2007 bestehende UNESCO-Weltnaturerbe Buchenurwälder der Karpaten, mit denen die deutschen Gebiete nun eine gemeinsame Stätte bilden. Das UNESCO-Welterbeübereinkommen stellt herausragende, einmalige Natur- und Kulturgüter unter weltweiten Schutz. Nach der Fossilienfundstätte Grube Messel (eingeschrieben 1995) und dem Wattenmeer (2009) sind die Buchenwälder die dritte Weltnaturerbestätte in Deutschland. „Die enorme Anziehungskraft, die von Welterbestätten ausgeht, bietet großartige Chancen für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Ich erwarte einen besonders starken Impuls für den Natur- und Gesundheitstourismus, den wir im Land weiter entwickeln möchten,“ so Backhaus.
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