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Dieser Artikel wurde am 07. Oktober 2009 um 03:34 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Informationsmesse „Energien der Zukunft“

Unternehmer stellten „Energien der Zukunft“ vor / Große Biogasanlage bei Gingst geplant

Ostseebad Baabe (hv). Im kommenden Jahr soll bei Gingst eine große Biogasanlage entstehen. Das kündigte die EWE AG auf der Energiemesse am vergangenen Wochenende an. „Biogas für alle, das ist unser Ziel“, so Peter Beyer von der EWE. Rund zehn Millionen Euro werde das Unternehmen investieren, eine Investition für die Zukunft. „Energien der Zukunft“ standen auch im Mittelpunkt dieser Messe, die im „Haus des Gastes“ veranstaltet wurde. Es ging um Möglichkeiten des Energiesparens, um alternative Antriebsmethoden von Fahrzeugen und den Einsatz modernster Technik bei der Erzeugung von Energie und Wärme. Der Baaber Bürgermeister Dieter Mathis (CDU) sieht in der Anwendung erneuerbarer Energien eine Chance: „Ich finde es richtig und wichtig, dass sich die Einwohner und Gäste mit diesem Thema beschäftigen und ausführlich informiert werden. Vor 20 Jahren hatten wir andere Schwerpunkte: die deutsche Einheit, die politische Freiheit. Nach der Wende konnten wir unseren Ort erneuern, auch mit Hilfe vom Land und vom Bund. Nun müssen wir weiter nach vorn blicken, denn der erneuerbaren Energie gehört die Zukunft.“

Gleich fünf Projekte, die schon umgesetzt wurden oder kurzfristig realisiert werden können, hatte die EWE AG auf der Messe im Gepäck. Die geplante Biogasanlage in Gingst ist das größte Vorhaben. Auch mit kleineren Schritten geht es voran: An der Erdgastankstelle in Bergen auf Rügen werden bereits zehn Prozent Bioerdgas beigemischt. Am vorgesehenen Standort in Sassnitz soll dies später ebenso sein. Bioerdgas wird auch in das EWE-Erdgasnetz eingespeist. „Zum 1. November wollen wir die Blockheizkraftwerke in Binz und Sellin auf Erdgas umstellen und somit etwas für den Klimaschutz tun“, kündigte Peter Beyer an. Er ist im Unternehmen zuständig für erneuerbare Energien. „Nicht zu vergessen die 150 Quadratmeter große Photovoltaikfläche, die demnächst auf dem Internat am IT-College Putbus installiert wird.“

Bürgermeister Mathis liebäugelt mit energiesparenden Leuchten, die in der Seestraße zum Einsatz kommen könnten: „Das Problem ist nur, bevor wir mit LED-Technik Energie sparen könnten, müssten wir erst einmal investieren.“ An den Ständen des Heizungsherstellers Vaillant, des Meisterbetriebs von Mark Houben aus Middelhagen sowie von E.ON edis konnten sich die Besucher über neueste technische Entwicklungen informieren, auch über den Einsatz von Wärmebildkameras. E.ON-Vertriebsmitarbeiter Ralf Günther demonstrierte, wie mit dieser Kamera Schwachstellen in der Dämmung eines Hauses ermittelt werden können. Und er zeigte, wie man mit einem Zusatztrafo bis zu 40 Prozent Strom bei der Straßenbeleuchtung einsparen kann. Interessant auch die stromerzeugenden Heizungen, die vor allem in Krankenhäusern, Wäschereien aber auch in Restaurants und sogar in Eigenheimen eingesetzt werden können. Der große Saal im Baaber Haus des Gastes hatte sich für diese Energiemesse übrigens förmlich angeboten. Dort ist bereits eine Anlage zur Wärmerückgewinnung in Betrieb.