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Dieser Artikel wurde am 29. März 2006 um 02:44 Uhr in der Rubrik Kultur veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

In Schoritz: Jagd auf den Werwolf

Groß Schoritzer Reihe "Begegnungen bei Arndt"

Groß Schoritz (RA). Noch vor wenigen Jahrhunderten beunruhigte der Werwolf, der durchaus ein Nachbar, der Freund oder gar ein Verwandter sein konnte, ganze Landstriche in Deutschland. Es ist verständlicherweise kaum noch im Bewusstsein der heutigen Generationen verankert, dass man dieses unheimliche Menschen-Tier früher als reale Gefahr angesehen hat. Aber das Ungeheuer gehört bis heute zu den bekannten Spuk- und Sagengestalten Pommerns.

Ein Werwolf konnte sowohl ein Mann als auch eine Frau sein. Sein Kennzeichen war die periodische Verwandlung in einen gefährlichen Wolf, der sich des Nachts herumtrieb und an Tier und Mensch beträchtlichen Schaden anrichtete. Immer wieder beschäftigte man sich damit, wie er abzuwehren oder gar mit besonderer Munition zu erlegen wäre. Dr. Joachim Krüger (Hohenmocker), Mitglied der Ernst-Moritz-Arndt-Gesellschaft e.V., wird in der nächsten Veranstaltung der Groß Schoritzer Reihe Begegnungen bei Arndt über das Phänomen des Werwolfs erzählen. Die Besucher können am kommenden Samstag, 1. April, ab 15 Uhr Erstaunliches über einen für uns heute ungewöhnlichen Vorfall aus der späteren Dänenzeit Vorpommerns hören. Eine Akte von 1719 aus dem Reichsarchiv Kopenhagen gibt Auskunft über eine solche Person, die bei Saal ihr Unwesen getrieben haben soll. Der Vortrag des hierorts gut bekannten jungen Wissenschaftlers der Greifswalder Universität gewährt Einblicke in den Volksglauben sowie in Volksmedizin und Jagdpraktiken des frühen 18. Jahrhunderts.