Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 09. August 2006 um 04:34 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Hundert Jahre und trotzdem die Schönste

Die Selliner feiern ihre Seebrücke mit einem großen Fest und vielen Gästen

Ostseebad Sellin (gü). So wird eine Hundertjährige gefeiert! Rund 150 Gäste, darunter Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff (SPD), versammelten sich am zurückliegenden Mittwoch und machten dem Selliner Wahrzeichen der Seebrücke ihre Aufwartung. Das Brückenbauwerk feierte an diesem 2. August seinen 100. Geburtstag. Ein Grund zum Feiern, wie sich die anwesenden Gäste aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben einig waren.

Bürgermeister Reinhard Liedkte (SWG) würdigte während der offiziellen Feierstunde das Engagement aller Beteiligter, die mit dem Aufbau der Seebrücke nach 1990 befasst waren. Politische Verantwortungsträger, Planer und Bauleute, der legendäre Bäderfotograf Hans Knospe und andere fanden in der Rede des Gemeindechefs ihren gebührenden Platz. Die Entscheidung, das Herzstück der Selliner nach der Wende wieder aufzubauen, war durch die damalige Gemeindevertretung schnell gefasst, so Liedtke. So konnte bereits am 27. August 1992 der Grundstein für den Wiederaufbau durch Hans Knospe gelegt werden. Am 19. Dezember 1996 erfolgte das Richtfest für die nach historischem Vorbild nachempfundenen Aufbauten.. Am 2. April 1998 wurde Eröffnung der Seebrücke gefeiert. Geschichtsträchtige Daten, die wohl kein Selliner so schnell vergessen wird, war sich der Bürgermeister sicher.

Premier Ringstorff erinnerte die Anwesenden daran, dass Mecklenburg-Vorpommern nicht nur die älteste Seebrücke Deutschlands besitzt, sondern auch die schönste. Er betonte in seinen Worten, dass Seebrücken auch immer Flaniermeilen auf der See gewesen seien. Dieses Ambiente sollen die Gäste von heute ebenfalls genießen können. Laut seinen Worten soll Mecklenburg-Vorpommern besonders mit Kultur- und Bildungstourismus sowie als Gesundheitsland seine Potenziale ausschöpfen und einen Spitzenplatz in der deutschen Ferienwelt einnehmen. Ortschronist Gerhard Parchow stellte auf amüsante Weise die Historie des Bauwerkes in 100 Jahren dar und brachte die Gästeschar zum Schmunzeln.

« Nächster Artikel
NPD mit zwei Direktkandidaten

Vorheriger Artikel »
Schwestern stellen aus