Hubertustag: Dank für die wirklich sinnvolle und nötige Arbeit der Jäger
Hubertusmesse mit der Wieker Blasmusik und der Jagdhornbläsergruppe Windland Wittow / Worte der Freude und der Mahnung von Pastor Lüdtke
Wiek (ur). Viel Beifall gab es am 3. November in der Wieker Kirche nach der Hubertusmesse für deren Akteure. Zu ihnen gehörten die Wieker Blasmusik und die Jagdhornbläsergruppe Windland Wittow sowie natürlich Pastor Lüdtke. Nach freundlichen Worten über den Sinn des Lebens sagte er: Wir haben sicher heute auch keine Mühe damit, solche Freude zu empfinden, denn gerade die Jagd mit allen Begleiterscheinungen wie Kameradschaft unter den Jägern, Glücksempfinden bei waidgerechter Strecke oder die unmittelbare Nähe zur Natur mit ihrer unterschiedlichen Schönheit zu den jeweils wechselnden Jahreszeiten bereiten vielen von Ihnen wirkliches Vergnügen. Beim legendären Hubertus haben wir sogar gelernt, dass diese Lust zu gefährlichen Übersteigerungen geführt hatte und erst sein vertrautes Erlebnis am Karfreitag ihn in die Verantwortung zurückrief, die gerade im Umgang mit der Schöpfung notwendig ist, wenn wir wirklich Freude an der Jagd haben wollen und nicht bloß pure Befriedigung lustvoller Freizeitgestaltung. Da kann es dann allzu leicht passieren, dass nicht die Kameradschaft zählt, sondern der eigene Vorteil regiert, dass nicht die Erhaltung des Wildbestandes im Vordergrund steht, sondern das private finanzielle Vermögen. Diesem Unsinn zu wehren, besinnen wir uns auf Hubertus und müssen dann aber leider erkennen, dass unsere Freude getrübt werden kann. Pastor Lüdtke verwies in diesem Zusammenhang auf die H5N1-Zeit am Anfang des Jahres und betonte: Hier leisteten unsere Jäger eine sehr traurige, aber doch wirklich notwendige Arbeit.

Hubertusmusse in der Kirche in Wiek. Pastor Lüdtke während seiner Predigt. Kritik verband er mit der Aufforderung: Besinnen wir uns auf Hubertus. Foto: Urban
Dieser Einsatz könne nach seiner Meinung gar nicht hoch genug bewertet werden. Als Vorstandsmitglied der Wieker Jagdgenosenschaft dankte Pastor Lüdtke den Jägern für ihre wirklich sinnvolle und nötige Arbeit. Dem fügte er die Worte hinzu: Somit kehren wir wieder zurück zur Freude... Für den Kreisjagdverband war es sicher eine besondere Freude, das Haus in Kasnevitz, das ja schon länger genutzt wird, auch ganz offiziell zu eröffnen. Da es dort ja und das ist nun wieder meine ganz persönliche Freude auf kirchlichem Grund und Boden steht, wünsche ich mir, dass allein deshalb schon die Erinnerung an Hubertus wachbleibt und die Kameradschaft und Gemeinschaft befördert werden.
Freuen durften wir uns auch über die Kreistrophäenschau, die in diesem Jahr hier auf Wittow gezeigt werden konnte und sogar zahlreiche ausländische Besucher angezogen hat... Unverständlich bleibt mir allerdings, weshalb nicht mehr das Jagdschloß Granitz dafür der Standort sein kann, denn dafür ist das Gebäude doch einst errichtet worden. Unsere Wieker Kirche hingegen ist gebaut, darin Gottesdienste zu halten und das Leben der Gemeinde von der Taufe an bis in die Ewigkeit zu begleiten. Spätestens seit Hubertus ist auf diesem Wege auch die Jagd eine wichtige Station geworden...
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