Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 29. März 2006 um 11:22 Uhr in der Rubrik Vogelgrippe (Aktuell) veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Hilfe kommt aus Schwerin

Arbeitsministerium unterstützt touristische Unternehmen auf Rügen

Schwerin/Rügen (RA). Soforthilfe für die Tourismuswirtschaft auf der Insel Rügen kommt aus dem Ministerium für Arbeit, Bau und Landesentwicklung. Von April bis Mitte Juni sollen Einstellungen von maximal drei Arbeitnehmern je Unternehmen auf der Insel mit jeweils bis zu 500 Euro bezuschusst werden. Das Arbeitministerium bewilligte dafür 500.000 Euro. "Damit soll vor allem die Einstellung von Saisonkräften stimuliert und gefördert werden", so Minister Helmut Holter in der Landeshauptstadt. Unternehmen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen, verpflichten sich zugleich zu einer Nachbeschäftigungszeit von zwei Monaten.

Rügens Landrätin Kerstin Kassner hatte sich in dieser Woche mit einem Schreiben an das Ministerium gewandt und Unterstützung für die 1.200 Unternehmen im Hotel- und Gaststättenbereich mit 4.600 Beschäftigten ersucht. Sie machte in dem dreiseitigen Brief auf die Auswirkungen der Vogelgrippe auf die Tourismuswirtschaft aufmerksam. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Stralsund seien bereits 14 Betriebe mit 550 Mitarbeitern zu Kurzarbeit übergegangen, schreibt die Landrätin. Saisonarbeitskräfte würden wegen der komplizierten Lage im Gegensatz zu den Vorjahren nur äußerst zögerlich oder gar nicht eingestellt.

Kerstin Kassner befürchtet zudem Auswirkungen nicht nur auf das Hotel- und Gaststättengewerbe, sondern auch auf andere Wirtschaftsbranchen. Auf Rügen ist jeder zweite Arbeitsplatz direkt oder indirekt vom Tourismus abhängig.b Nach Worten des Ministers ist es für das ganze Land wichtig, "verstärkt für Reisen auf die größte deutsche Insel zu werben". Er werde das auch auf dem heutigen Parlamentarischen Abend in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin tun, bei dem es um nachhaltige Entwicklung Nordost gehen soll. Holter: "Tourismus und Gesundheitswirtschaft bergen große Chancen für die Landesentwicklung - Selbstläufer sind es aber nicht."