Hilfe für schwächere Verkehrsteilnehmer
Arbeitsgruppe versteht sich als Mittler in Sachen Verkehrsoptimierung für Fahrer und Fußgänger
Bergen auf Rügen (apf). "Ältere Menschen, Kinder und Behinderte gehören zu den benachteiligten schwächeren Verkehrsteilnehmern, weil sie sich trotz ihrer entwicklungsbedingten und körperlichen Einschränkungen in einer Verkehrswelt bewegen müssen, die für die 'stärkeren' gestaltet ist. Aber auch alle anderen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind, müssen den schwächeren Verkehrsteilnehmern zugerechnet werden. Ihre 'Schwäche' liegt vor allem in ihre Verletzbarkeit. Sie sind nicht von einem schützenden Blechmantel umhüllt und besitzen keine Knautschzonen", so Arthur Albert vom Verkehrskompetenzzentrum e.V.. Er hat mit weiteren Mitstreitern eine Arbeitsgruppe Hilfe für schwächere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr ins Leben gerufen, die sich des Problemes annehmen will.
Neben vielen Unannehmlichkeiten sind die schwächeren Verkehrsteilnehmer unzähligen Risiken und Gefahren ausgesetzt. Denn einerseits verhalten sie sich häufig anders, als der Stärkere es erwartet. Anderseits verhalten sich viele Stärkere ihnen gegenüber, oft aus Unwissenheit, unangepasst und rücksichtslos. Die Folgen sind Unfälle, die vermeidbar wären. Als schwächere Verkehrsteilnehmer sieht die Arbeitsgruppe Fußgänger, Radfahrer, Kinder, Ältere und Behinderte. Die Risiken dieser Bevölkerungsgruppen im Straßenverkehr können wir nur mindern, wenn alle am Straßenverkehr Beteiligten, zuständige Behörden und Verwaltungen zusammenarbeiten, so Albert. Neben verkehrsplanerischen Maßnahmen, baulichen Einrichtungen und den gesetzlichen Regelungen sind es vor allen auch Verhaltensänderungen der stärkeren Kraftfahrer, die zur Risikominderung beitragen können. Das Überqueren der Fahrbahn an gesicherten Stellen, (Ampel, Fußgängerüberwege u.a.) sowie auch an ungesicherten Stellen sollte in den Betrachtungen einbezogen werden. Die gefahrlose Nutzung der Gehwege sind Voraussetzungen um Gefahren abzuwenden. Neben dem ordnungsgemäßen baulichen Zustand muss auch die abgesenkte Bordsteinkante DIN-gerecht verlegt sein. Die Arbeitsgruppe versteht sich, wie bereits erwähnt, als Mittler zwischen Bürger und Verwaltung und arbeitet mit dem Ziel, dem Verkehrsausschuss der Stadt Zuarbeiten, Hinweise und Anregungen zu bieten. Dazu führt die Arbeitsgruppe jeden Mittwoch in der Zeit von 14 Uhr bis 16 Uhr in den Räumen des Verkehrskompetenzzentrum im Jugend- und Vereinshaus JOJO in der Herrmann-Matern-Straße 34 Bürgersprechstunden durch. Ziel ist es, die Anliegen und Interessen der Bürger aufzugreifen und an die entsprechend zuständigen Stellen weiter zu leiten. Telefonische Rückfragen diesbezüglich sind unter (0 38 38) 82 80 95 möglich.
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