Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 15. März 2006 um 01:20 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Hiddenseer Jugendliche als Komparsen beim Dreh dabei

Trotz Minustemperaturen waren die sechs Laiendarsteller gut gelaunt und genossen das Schauspielern

Insel Hiddensee. Schüler der Regionalen Schule Hiddensee mit Grundschule erhielten die Chance, als Komparsen in dem Film der Produktionsfirma Polyphon Über die Ostsee in die Freiheit mitzuwirken. Ausgestrahlt wird er voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres. Das Drama handelt von dem zwölfjährigen Jungen Satya, der ursprünglich aus Sri Lanka floh. Und dann auf der dänischen Insel Mön landete. Dort betreut ihn die Sozialarbeiterin Mette Hansen. Doch Satya (Brevin Koneswaran) möchte nach Hause zurück und flieht mit einer kleinen Segeljolle abermals. Er strandet auf der Insel Hiddensee, wo ihn Ben (Peter Lohmeyer) findet und ihn nicht der Polizei übergibt.

Hiddensee.jpg

Daniel Wolter, Carolin Engels, Ole Ewert, Niklas Diekelmann, Clemens Bach und Ines Schluck sind hier zu sehen. Sie hatten die Chance und Herausforderung, als Komparsen bei einem Filmdreh dabei zu sein. Foto: Dahlke

Die Hiddenseer Schüler Carolin Engels (14), Ines Schluck (9), Ole Ewert (9), Daniel Wolter (13), Niklas Diekelmann (11) und Clemens Bach (10) sind als Komparsen bei dem Dreh dieses Filmes dabei. Angefangen hatte es mit einem Anruf der Produktionsfirma in der Regionalen Schule Hiddensee. Sie suchte Komparsen. Wer mitmachen wollte, sollte sich mit einem Ganzkörperbild anmelden und seine Telefonnummer angeben, so Clemens. Vor ungefähr zwei Wochen fanden dann die Castings statt. Dort mussten die Schüler ihr schauspielerisches Können unter Beweis stellen, indem sie eine Szene spielten. Außerdem wurden sie fotografiert. Beworben haben sich rund 30 Jugendliche, schätzt Clemens. Drei Tage später erhielten diejenigen, welche genommen wurden, einen Anruf. Und unter diesen waren die sechs Schülerinnen und Schüler. In dem Drama spielen sie, laut Carolin, eine böse Bande. Wir müssen einen Jungen mit Schneebällen bewerfen, erzählt sie weiter. Diese Szene drehten sie am Donnerstag, 2. März, auf dem großen Inselblick. Insgesamt zweimal mussten die sechs Schülerinnen und Schüler zum Drehen. Ihr Debüt hatten sie am Dienstag, 28. Februar. Fröhlich erzählen die Sechs, dass sie an diesem Tag so tun mussten, als liefen sie weg. Wir sollten uns dabei ein bisschen schubsen, beschreibt Carolin ihre Aufgabe genauer, aber die Szene war erst perfekt, als Clemens hinfiel. Bis das Drehteam zufrieden ist, müssen sie eine Szene mehrere Male bei Minustemperaturen durchspielen. Doch dies tat der guten Stimmung am Drehort mit den Prominenten keinen Abbruch. Denn die Leute sind alle nett und das Essen ist lecker. Darin sind sich die sechs einig. Überraschend ist jedoch, dass keiner der sechs später zum Fernsehen beziehungsweise in die Schauspielerei möchte. Ich wollte einfach schauen, wie es so ist, erklärt Ines ihre Beweggründe. Auch Niklas und Daniel möchten keine Schauspieler werden. Mitgemacht haben sie, weil sie wissen wollten, ob es Spaß mache. Außerdem lockte die Gage. Ole dagegen machte mit, weil er über den Film im Fernsehen zu sehen wäre. Aber ich möchte Fischer werden, wie mein Papa, erzählt der Neunjährige, dann brauche ich nicht für mein Essen bezahlen. Gefallen habe es ihm jedoch nicht, dass es so kalt gewesen sei, sagt Ole. Und dieses Statement löst Gelächter aus. Denn am Dienstag ließ er sich nach dem Wegrennen immer wieder von Carolin zum Ausgangspunkt zurücktragen bis die Szene endgültig perfekt war. Karen Dahlke