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Dieser Artikel wurde am 19. Januar 2011 um 05:16 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

„Heimatstiftung Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum“

Neugestaltung des Eingangsbereiches soll mehr Gästen den Weg ins Museum weisen

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Der Eingang und die Struktur der Architektur werden durch den dunkelblauen Anstrich betont. Ein zusätzlicher weißer Schriftzug „Museum“ weist noch einmal plakativ auf den Inhalt des Gebäudes hin. Montagen (2): www.raumdeuter.de

Sassnitz (apf). Das durch die gleichnamige Heimatstiftung betriebene „Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum“ wird sich in den kommenden Wochen einer äußerlichen Verjüngungskur unterziehen. Das ist ein Ergebnis der Stiftungsratssitzung am vergangenen Mittwoch.

Seit dem 1. Januar vergangenen Jahres befindet sich das Fischerei- und Hafenmuseum im Eigentum der Stadt Sassnitz, nachdem der Verein „Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum e.V.“ die Stadt gebeten hatte, dieses Highlight der Sassnitzer Fischerei- und Stadtgeschichte zu übernehmen und für die Zukunft zu bewahren. Der gemeinnützige Verein sah sich auf Grund verschiedener Sachverhalte, die insbesondere in der Finanzierung des Museums begründet sind, langfristig nicht mehr in der Lage, den Museumsbetrieb zu sichern.

Eine Stiftung für das Fischerei- und Hafenmuseum

Zum 1. Juli vergangenen Jahres hat die Stadt Sassnitz die treuhänderische „Heimatstiftung Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum“ gegründet. In diese Stiftung hatte die Stadt das Museum als Treugeber gegeben. Treunehmer ist die Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (HBEG), die, als eigenständigen Wirtschaftszweig, das Museum betreibt. Ein aus neun Personen bestehender Stiftungsrat fungiert einerseits als Kontrollorgan gegenüber dem Treunehmer und andererseits bringt sich der Stiftungsrat in die weitere Entwicklung des Museums ein.

Die drei gesetzten Mitglieder des Stiftungsrates der „Heimatstiftung Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum“ sind Dieter Holtz, Bürgermeister der Stadt Sassnitz und Vorsitzender des Stiftungsrates, Norbert Benedict, Vorsitzender des Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Soziales der Stadtvertretung Sassnitz und Siegfried Adelsberger, Geschäftsführer der Hafenbetriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH und Treuhänder für die Stiftung. Darüber hinaus gehören sechs weitere Mitglieder zum Stiftungsrat. Das sind Günther Grothe, Geschäftsführer der Kutter- und Küstenfisch Rügen GmbH, Herbert Ostermoor, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rügen, Andreas Pfaffe, Vorsitzender Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum e.V., Ulf Steiner, Geschäftsführer der Nationalparkzentrum Königsstuhl GmbH, Frank Biederstaedt, Stadthistoriker und Dr. Wolfgang Steusloff, Institut für Volkskunde der Universität Rostock.

Museum braucht dringend Besucherzuwachs

Am vergangenen Mittwoch trat der Stiftungsrat zu seiner ersten Sitzung des Jahres 2011 zusammen. Dabei konnte durch Siegfried Adelsberger von der HBEG festgestellt werden, dass das Museum aus betriebswirtschaftlicher Sicht nach dem ersten Jahr unter neuer Trägerschaft und durch die Stadt Sassnitz zur Verfügung gestellte Zuschüsse auf sicherem Boden steht. Die künftige Aufgabe müsse jedoch darin bestehen, geeignete Maßnahmen zu finden, die letztlich dazu beitragen, dass wieder mehr Gäste das Museum besuchen und so höhere Einnahmen erzielt werden. Dazu wurde bereits im vergangenen Jahr ein Förderantrag gestellt, um aus dem Europäischen Fischereifonds Mittel zu erhalten, um das Museum einer der Zeit entsprechenden Verjüngungskur zu unterziehen. Einsatz multimedialer Elemente, Ordnung der thematischen Ausstellungsbereiche und Berücksichtigung museumspädagogischer Aspekte könnten dafür, als Beispiel, ebenso stehen, wie die kurzfristige Neugestaltung des Eingangsbereiches des Museums.

Hierzu wurde mit Unterstützung durch Ulf Steiner vom Nationalparkzentrum Königsstuhl das Berliner Unternehmen „raumdeuter GbR“ (www.raumdeuter.de) zu Rate gezogen. Nach der Analyse des Ist-Zustandes, der nach Ansicht der „raumdeuter“ durch zu viele Hinweisschilder und kleinteilige Informationen auf den Besucher in gewisser Weise verwirrend wirkt, hat das Team einen Gestaltungsvorschlag erarbeitet, der in obigen Fotos zu sehen ist.

Der Eingang und die Struktur der Architektur werden durch den dunkelblauen Anstrich betont und die Fassadengestaltung kommt besser zur Geltung. Mehr Licht und schlichte Übersichtlichkeit im direkten Eingangsbereich machen Passanten künftig neugierig auf das, was sie hier erwarten könnte.

Jetzt auf neue Saison vorbereiten

Die anwesenden Mitglieder des Stiftungsrates beschlossen, diese erste Maßnahme kurzfristig umzusetzen, um noch vor Saisonbeginn bei den Besuchern des Stadthafens punkten zu können. Zur Maßnahme zählt auch eine Neuausrichtung des Bereiches des Treppenaufganges und des Kassenbereiches. So will man den Standort stärken und mehr Interesse bei den Besuchern wecken. Im regelmäßigen Turnus wird sich zudem Stadt, HBEG und Förderverein künftig treffen, um entsprechend der aktuellen Anforderungen im Bereich Marketing für das Museum zu agieren und reagieren.

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Schlichte Sachlichkeit und viel Licht machen die Gäste neugierig auf das, was hier zu sehen ist.