Springe zu: Navigation | Inhalt | Aktuelle Themen
Dieser Artikel wurde am 31. Mai 2007 um 05:57 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Hat OBI kein Interesse mehr an Rügen?

Selbst günstigere Konditionen als in der Vergangenheit halten OBI nicht in Sehlen

Von Christian Niemann

Sehlen. Der Mietvertrag für den OBI Baumarkt in Sehlen-Teschenhagen endet zum 30. September diesen Jahres und somit auch das Interesse der Baumarktkette an diesem Standort (der RÜGANER ANZEIGER berichtete). Zur Zeit besteht noch ein Mietvertrag zwischen einer Gruppe fränkischer Investoren, die von der Fränkischen Steuerberatungsgesellschaft Treuhandgesellschaft mbH (FST) vertreten werden, und dem OBI Markt Sehlen. Dieser wurde im August 1992 zwischen dem damaligen Eigentümer und Objektentwickler Willi Plattes und dem Mieter geschlossen und endet nach Angaben der FST am 30. September diesen Jahres. Auf Nachfrage hieß es, dass dem Mieter ein Optionsrecht eingeräumt wurde, den Mietvertrag zu unveränderten Konditionen um weitere fünf Jahre zu verlängern. Dieses Optionsrecht bestand zwei Mal. Der Mieter hat dieses Recht nicht ausgeübt, sondern aktiv von sich aus gekündigt, heißt es weiter auf Nachfrage von der FST. Bereits im November letzten Jahres gab es Gespräche zwischen dem Mieter und Vermieter. Kernpunkt dieser waren die Verlängerung des Mietvertrages.

„Auf Grund dieser Gespräche haben wir dem Mieter noch im November 2006 eine Verlängerung zu für den Mieter günstigeren Konditionen bei Unterstützung in einer nennenswerten Größenordnung im sechsstelligen Bereich für vom Mieter angedachte Umbau- und Renovierungsmaßnahmen angeboten“, heißt es aus Nürnberg, dem Sitz der Gesellschaft. Noch mit Schreiben vom 4. April wurden dem Vermieter mitgeteilt, dass Art und Umfang der Renovierung noch offen sind. Es wurde eine Aussage für den Fall, dass eine Entscheidung getroffen wird, zugesichert. Diese Mitteilung ist bisher unterblieben. „Wir sind von der jetzigen Situation ebenso überrascht wie die Mitarbeiter selbst. Auch die internen Gründe des Mieters für diese Entscheidung sind der Fränkischen Steuerberatungsgesellschaft Treuhandgesellschaft mbH nicht bekannt. Bis zur Veröffentlichung in der Presse sind die Vermieter davon ausgegangen, dass das, was in den geführten Gesprächen Grundlage für eine Verlängerung des Mietvertrages war, auch umgesetzt wird.“ Nicht einmal der Mieter hat mit der FST über die jetzige Situation gesprochen. Deshalb konnte aufgrund der kurzfristigen Entscheidung des Mieters bisher noch kein Nachmieter für das Objekt in Sehlen-Teschenhagen gefunden werden. Gespräche wurden bereits mit möglichen neuen Mietern geführt. Bis hier eine Entscheidung fallen wird, wird wohl noch viel Zeit ins Land gehen. Bis dahin werden die Noch-Mitarbeiter von OBI sich beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet haben und sprichwörtlich auf der Straße sitzen. Auf Nachfrage nahm die OBI Zentrale in Vergangenheit zu diesem Sachverhalt Stellung. Damals wurde dem RÜGANER ANZEIGER schriftlich mitgeteilt, dass der Mietvertrag im Spätsommer ausläuft und aus diesem Grund der Belegschaft gekündigt werden musste. Die Mitarbeiter sind nicht nur sehr enttäuscht von den ganzen Vorgängen, sondern vor allen Dingen sauer, dass man die eigentlichen Gründe, die zur Schließung des Marktes und zur Kündigung der Mitarbeiter führen, nicht offen darstellt.