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Dieser Artikel wurde am 19. September 2006 um 11:44 Uhr in der Rubrik Allgemeines veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Gut betreut: Spendenschiffchen der DGzRS

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat viele Helfer

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Alfred Rink war Fischer und weiß, wie gut es ist, wenn man im Notfall gute Helfer an seiner Seite hat. Deshalb unterstützt er die DGzRS, indem er ein Spendenschiff betreut. Foto: Pfaffe

Sassnitz (apf).Kürzlich war eifriges Treiben auf dem Seenotkreuzer der 44-Meter-Klasse Wilhelm Kaisen am Liegeplatz im Sassnitzer Westhafen zu verzeichnen. Grund war kein ernster, vielmehr ein erfreulicher Einsatz. Der Sassnitzer Fischer Alfred Rink betreut seit über zehn Jahren eines der 180 Sammelschiffchen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf der Insel. Drei- oder viermal im Jahr muss es geleert werden, denn der Standort Kegelbahn in der Sassnitzer Victoriastraße ist ein guter und viele Kegelfreunde stecken da immer wieder etwas rein, mein Alfred Rink. Doch Helga Freybier, ehrenamtliche Mitarbeiterin der DGzRS, weiß da Genaueres zu berichten: Alfred ist ein ganz eifriger Sammler, der es auch versteht, andere zu überzeugen, sich an den Spenden für die Gesellschaft zu beteiligen. Da kommen manchmal ganz gute Beträge zusammen.

Gemeinsam mit Tochter Kirsten hat sie den Hut für die Betreuung und Leerung der 180 Rügener Spendenschiffe auf. Und sie sagt, dass in Sassnitz ohnehin viel gespendet wird. So beispielsweise auf den Fahrgastschiffen, die Urlauber entlang der Kreideküste ausfahren. Neben Alfred Rink und Helga Freybier war auch der diensthabende 2. Vormann Andreas Schumacher mit dabei, als das Kegelbahn-Spendenschiff geleert werden sollte. Es ist schön, wenn man erlebt, dass so viele Menschen Anteil an unserer eigenfinanzierten Tätigkeit zum Schutz des Lebens auf See nehmen, erklärt der Schiffsführer. Und Alfred Rink ist längst ein guter Bekannter geworden. Noch bevor das Schiff geöffnet wurde, meinte Alfred Rink aus innerer Überzeugung heraus: Ich will mich bei all den vielen Spendern auf der Kegelbahn bedanken, die immer wieder ein gutes Herz für die Seenotretter zeigen. Und ich möchte auch daran appellieren, dass weiterhin viele Menschen, wenn sie so ein Spendenschiff sehen, nicht daran vorbeigehen, ohne das Schiff mit einer Spende zu füttern. Insgesamt 140,66 Euro konnten bei der Leerung dieses Schiffes gezählt werden. Das war Rekord. Sonst waren das meist um die 100 Euro. Das hat nicht nur Alfred Rink gefreut, der das Schiff schnell wieder schließen ließ, um es alsbald in der Kegelbahn wieder aufzustellen. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst (SAR: Search and Rescue) im Seenotfall. Sie führt diese Aufgaben eigenverantwortlich und unabhängig durch. Zur Erfüllung der vielfältigen Aufgaben werden auf 54 Stationen eine Rettungsflotte von 61 leistungsfähigen Einheiten, vom kleinen Seenotrettungsboot bis Seenotkreuzer, auf denen 800 freiwillige sowie 186 festangestellte Besatzungsmitglieder Dienst tun, unterhalten. Die DGzRS finanziert sich ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Seit Gründung der DGzRS wurden durch die Seenotretter über 72.000 Menschen aus Seenot gerettet oder aus gefährlichen Situationen befreit.