Grünes Licht: Entwicklung im B-Plan “Gutshof Lancken”
Sassnitz (apf). "1. Die im Rahmen der Bürger- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen und Hinweise werden gemäß Anlage bewertet und abgewogen. 2. Die verkehrstechnische Untersuchung des Kreuzungsbereiches ist im Rahmen der Objekt- und Erschließungsplanung entsprechend der Forderung des Straßenbauamtes Stralsund vor dem Entwurfsbeschluss vorzulegen." Diesen Beschluss haben die Stadtvertreter am Montag bezüglich des B-Planes 13.1 "Gutshof Lancken" mit 14 Stimmen gegen zwei Gegenstimmen und sechs Stimmenthaltungen gefasst und sind damit dem Vorschlag des Bauausschusses gefolgt (RÜGANER ANZEIGER berichtete).
Damit sind entscheidende Hürden im Bestreben des Investors genommen, am Ortseingang von Sassnitz künftig einen zwei Wohngebiete verbindenden Discountmarkt zu entwickeln. Stadtvertreter Arno Tetzlaff (Linkspartei.PDS) brachte in der Diskussion sein Unbehagen zum Ausdruck, dass trotz mehrheitlicher politischer Willensbekundung durch das Parlament die Sache so lange dauerte. Vorwürfen, LIDL würde Kaufkraft aus Sassnitz abziehen, begegnete er: Egal wo LIDL angesiedelt wird, ob an der Lanckener Kreuzung oder in der Innenstadt, die Kaufkraftauswirkungen sind die gleichen. Norbert Benedict (SPD) verwies in der Diskussion darauf, dass sich IHK und auch Einzelhandelsverband Nordost als Interessenvertreter aller gegen Pläne ausgesprochen haben, am Stadtrand ein neues Nahversorgungszentrum zu entwickeln. Wenn diese zu solch einer Entscheidung kommen, sollten wir dieser folgen. Am Rande der Beratungen zum Thema Gutshof Lancken war zu erfahren, dass bereits am 29. Mai dieses Jahres mit einem großen Vollsortimenter Gespräche mit dem Bürgermeister Dieter Holtz geführt wurden, der Ansiedlungsinteresse in der Mukraner Straße avisiert hat. Dieses Gespräch war den Stadtvertretern allerdings nicht bekannt. In einem Schreiben dieses Vollsortimenters vom 29. November an die Stadt heißt es: "Voraussetzung für die Ansiedlung eines Lebensmittel-Vollsortimenters ist jedoch, wie in dem o.g. Gespräch ebenfalls deutlich gemacht, die Verlässlichkeit der Politik, bzw. Gemeindeverwaltung dahingehend, dass keine weiteren Discount- oder SB-Märkte in Sassnitz, und erst recht nicht am Ortsrand oder außerhalb der Ortschaft angesiedelt werden können. Anderenfalls ist die Wirtschaftlichkeit eines derartigen Vorhabens nach unserer Auffassung von vorneherein nicht gegeben."
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