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Dieser Artikel wurde am 01. Februar 2012 um 04:23 Uhr in der Rubrik Lokale Politik veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

Glatter Asphalt oder charmantes Kopfsteinpflaster?

Göhrener Bauauschuss lässt beide Varinaten vergleichen und berät am 22. Februar erneut

Doch für Diskussionsbedarf von Ausschussmitgliedern und Anwohnern der betroffenen Straße sorgt jetzt nicht das Vorhaben an sich, sondern vielmehr die unterschiedlichen Vorstellungen und die bauliche Realsisierung. Wie so oft in der Straßenbaugeschichte des Ostseebades geht es um die Frage, ob das alte Pflaster in der Wilhelmstraße aufgenommen und neu verlegt oder durch Asphalt ersetzt wird. Vorgesehen ist, dass die Wilhelmstraße wie alle bereits erneuerten Straßen saniert wird: glattes Asphaltband statt charmanter Holperweg. Edwin Kopplin erinnerte daran, dass die Gemeindeväter seinerzeit beschlossen hatten, dass bestimmte Straßen, wie die Wilhelmstraße, die Kastanienallee und die Katharinenstraße, gepflastert werden sollen. „Es ist die erste historische Bäderstraße, die erste Straße, die in Göhren gepflastert wurde. Der historische Wert und der Charme dieser Straße muss erhalten und darf nicht kaputt gemacht werden“, plädierte auch Ausschussmitglied Bernd Elgeti für diese Variante.

Planer Jörg Lange verwies auf die erhebliche Verlängerung der Bauzeit im Falle einer Pflasterung und auf die besondere Situation der kleinen Trasse. Die Wilhelmstraße ist eine Sackgasse mit vielen Beherbergungsbetrieben, die dann für längere Zeit nicht mit dem Auto erreichbar wären. Wie die OZ bereits informierte, wurden auch die Meinungen der anwesenden Anwohner gehört. Einstimmig sprachen sie sich dafür aus, dass das Pflaster zum Ortsbild gehört und auch bei den Gästen gut ankomme. Gleichzeitig sei man von denen aber abhängig und der zeitliche Aufwand einer Pflasterung ein großes Risiko.

Der Bauausschuss entschloss sich deshalb, dem Gemeinderat noch keine Empfehlung für den Ausbau zu geben. Stattdessen beauftragte er das Planungsbüro, bis zur nächsten Sitzung einen Vergleich beider Varianten unter den Gesichtspunkten von Kosten und Zeit zu prüfen und zur nächsten Sitzung am 22. Februar vorzustellen. Die Gehwege der Wilhelmstraße sollen mit Betonplatten mit Granitvorsatz versehen werden. Weiterhin entsteht beidseitig zwischen Fahrbahn und Gehweg eine 30 Zentimeter breite Rinne aus Granitkleinpflastersteinen. Sechs Straßenlampen sollen aufgestellt werden. Zudem werden im Auftrag des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR) neue Leitungen verlegt. Derzeit wird mit einem Baubeginn für den Tiefbau am 15. September gerechnet. Mit dem eigentlichen Straßenbau soll dann 2013 begonnen werden, informierte Projektleiterin Doris Mittelstädt von der BauBeCon Sanierungsträger GmbH.