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Dieser Artikel wurde am 12. August 2009 um 06:08 Uhr in der Rubrik Titelthema veröffentlicht. Sie können diesen Artikel auch ausdrucken.

„Geschichtsfragmente zur Staatsgrenze…“

Ausstellung „Grenzwerte...“ wird am 13. August um 17 Uhr am Kap eröffnet

Von Wolfgang Urban

Kap Arkona. Wer ahnt heute schon als Besucher der Leuchttürme am Kap Arkona, dass es zwischen beiden Türmen vor 1990 eine Grenze zwischen einem zivil und militärisch genutzten Bereich gab? „Der Schinkelturm stand hinter einer Mauer auf dem Militärgelände und auch der Neue Leuchtturm war nicht für Touristen zugänglich“, sagte Putgartens Bürgermeister Ernst Heinemann am Montag dieser Woche über die Anfangszeit der politischen Wende im Jahr 1989. Anlass des Gesprächs war die bevorstehende Eröffnung der Ausstellung „Grenzwerte“ am 13. August um 17 Uhr in und vor einem der beiden kleinen Bunker am Kap Arkona. Das Datum der Ausstellungseröffnung ist nicht zufällig gewählt, denn der 13. August ist Tag der Wiederkehr des Mauerbaus in Berlin.

In der Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „Grenzwerte...“ am 13. August, 17 Uhr im Arkona-Bunker am Kap heißt es: „Das Ausstellungsprojekt ,Grenzwerte’ sucht mit künstlerischen Mitteln nach Spuren des Grenzregimes als Geschichte sich gegenseitig an-, ein- und ausgrenzender Wertvorstellungen. Das Publikum und Zeitzeugen werden eingeladen sich durch ,Kunstvermittlung’ an tiefer liegende und scheinbar verflogene Schichten der Geschichte einer versprochenen Zukunft zu erinnern. Zwischen Vorgeschichte, Aufbau, Bestand und Verwertungsgeschichte der DDR-Grenze spielen sich die Akte eines zweiseitigen Wertvorstellungstheaters ab, dessen Dramaturgie über die Grenzzeiten hinausweist und im Idealfall als Bei-Spiel heute zum Dialog zwischen Generationen führt.“ Angekündigt sind „Installation, Bilderbögen, Montagen, Video und Zeitdokumente“. Bei Redaktionsschluss dieser Zeitung war der Aufbau der Ausstellung durch Rainer Görß und Ania Rudolph noch in Gang. Sie realisieren die Ausstellung als „Projektbüro Arkona“ in Zusammenarbeit mit dem Künstler Walter G. Goes. Es wird spannend, was als Resultat am 13. August zu sehen sein wird. Derweil zeigen die Fotos auf der Titelseite, wie schnell am Ort der Ausstellung das Gras der Geschichte über die einstige Grenze zwischen dem zivilen und militärischen Bereich am Kap gewachsen ist bzw. hier neue Besucherwege entstanden. Gerne würde ich Ihnen vergleichsweise ein Foto mit der einstigen Absperrung des Militärgeländes zeigen. Wer mit einem Foto helfen kann, der rufe bitte an: Wolfgang Urban (0171) 4162757.